KI in der Landwirtschaft – Vortrag & Diskussion im bayerischen Landtag
Eingeladen vom Arbeitskreis ELFT der CSU-Fraktion, berichten Prof. Dr. Florian Haselbeck und Prof. Dr. Martin Spreidler, aus dem Lehr- und Forschungs-Alltag zur angewandten KI.
Wo wird KI in der Landwirtschaft bereits eingesetzt und wie wird die Thematik in Lehre und Forschung integriert? Diese und viele weitere Fragen beantworteten Prof. Dr. Florian Haselbeck, Experte für Künstliche Intelligenz und Prof. Dr. Martin Spreidler, Dekan der Fakultät Nachhaltige Agrar- und Energiesysteme (AE), dem Arbeitskreis für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus der CSU im Bayerischen Landtag. Vorsitzende des Arbeitskreises, MdL Petra Högl, die auch agrarpolitische Sprecherin der CSU-Landtagsfraktion ist, hatte die beiden Fachleute eingeladen, um sich und ihren Kolleg:innen einen aktuellen Überblick zu verschaffen und offene Fragen zu diskutieren.
KI in der Lehre am Campus Weihenstephan
Herausforderungen in der Landwirtschaft wie erschwerte Produktionsbedingungen, gesellschaftlicher und politischer Druck sowie hohe Arbeitsbelastungen, benötigen gute Lösungsansätze. Künstliche Intelligenz (KI), Robotik und Digitalisierung können hier gute Dienste leisten. Sei es im Bereich Pflanzenschutz, zur Ernteunterstützung oder in der Tierhaltung: viele Beispiele zeigen, wie gut es funktioniert. In der Lehre an der Fakultät AE gibt es in den Studiengängen Landwirtschaft, Agribusiness, Bio-Lebensmittel & Business und im Master Agrarmanagement schon einige Module und Studienarbeiten zum Themengebiet KI, Robotik und Digitalierung. Der englischsprachige Master Digital Farming wurde extra konzipiert, um Fachkräfte in diesen Zukunftstechnologien auszubilden.
HSWT-Forschung für fortschrittliche KI-Lösungen
Die Forschungsgruppe von Prof. Dr. Florian Haselbeck arbeitet unter anderem an der Anpassung von mit großen Datenmengen vortrainierten Bildverarbeitungsmodellen für die Unkrauterkennung. Ein weiteres Projekt nutzt gleichzeitig mehrere Datenquellen und priorisiert automatisch die besten zur Verhaltensüberwachung im Tierbereich. Ein Verbund von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern von HSWT, TUM und der LfL forscht derzeit zu KI und Smart Traps und strebt eine Modernisierung des bestehenden Peronospora Warndienstes an. Das wichtige Frühwarnsystem im Hopfenanbau soll künftig (teil)-automatisiert sein und regionaler werden.