HSWT-Verbundprojekt HOT2 erhält BMLEH-Förderung

Zwei Personen in Anzügen stehen nebeneinander in einem Raum und halten gemeinsam ein rechteckiges Plakat in den Händen.
© Ursula Eisenmann

Das geförderte Verbundprojekt HOT2 beschäftigt sich mit dem Ersatz von Torfprodukten im Hobby-Gartenbau durch torfreduzierte und torffreie Substrate auf Basis nachwachsender Rohstoffe.

Am 8. Dezember überreichte Alois Rainer, Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, am HSWT-Standort Straubing den Förderbescheid an die Projektpartner des Projekts „Hobby-Gartenbau mit torfreduzierten und torffreien Substraten auf Basis nachwachsender Rohstoffe – Teil 2“ (HOT2), darunter Prof. Dr. Klaus Menrad und Dr. Dieter Lohr. Das Verbundprojekt der Hochschule Weihenstephan Triesdorf (HSWT), der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) und der Fachhochschule Erfurt wird vom 1. Januar 2026 bis zum 30. September 2027 umgesetzt und erhält eine Förderung durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) von rund 750.000 Euro.

Klimaschutz im Hobby-Gartenbau

Im Hobby-Gartenbau werden aktuell noch häufig torfhaltige Substrate verwendet. Durch die Entwässerung von Mooren für den Torfabbau wird Kohlenstoff in Form von klimaschädlichem CO2 freigesetzt. Der Einsatz von torfreduzierten und torffreien Substraten senkt den Torfabbau und schützt die Moore und deren Funktion als Kohlenstoffspeicher. Torffreie Substrate stellen diverse individuelle Herausforderungen an die Hobbygärtner:innen.

Im bereits abgeschlossenen Projekt „Hobby-Gartenbau mit torfreduzierten und torffreien Substraten auf Basis nachwachsender Rohstoffe“ (HOT) lag der Fokus seitens der HSWT auf folgenden Aspekten:

Gemeinsam mit den Verbundpartnern von der HfWU und dem Marktforschungsunternehmen Green Survey untersuchten die Professur für Marketing und Management und das Institut für Gartenbau (IGB) in Interviewstudien, Choice-Experimenten und Reallaboren wie Hobbygärtner:innen Blumenerden kaufen und mit diesen umgehen. Zudem wurde in Schaupflanzungen anschaulich gezeigt, was Hobbygärtner:innen in der Pflege ihre Pflanzen ändern müssen und welche Fallstricke auf dem Weg von torfbasierten zu torffreien Substraten lauern. Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen wurden zwei Online-Plattformen entwickelt und eine Reihe von Fortbildungsveranstaltungen durchgeführt.

Fokus auf Multiplikatoren

Bei HOT2 sollen gezielt Formate für Multiplikatoren entwickelt werden, die ihrerseits verschiedene Zielgruppen für torffreies Gärtnern sensibilisieren und in der Anwendung torffreier Substrate unterstützen Die HSWT erforscht dabei das Alltagshandeln von Hobbygärtner:innen, die Wirkung von verschiedenen Informations- und Kommunikationsformaten und vermittelt praktisches Wissen für Hobbygärtner:innen zum erfolgreichen Umgang mit torffreien Blumenerden.

Fünf Personen stehen nebeneinander in einem Raum und posieren. Drei Personen halten ein rechteckiges Stück Papier in der Hand. Zwei Personen halten gemeinsam ein rechteckiges Plakat in den Händen.
Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer (Mitte), mit den Verantwortlichen für die Teilprojekte des Verbundprojekts HOT 2 (v. l. n. r.): Prof. Dr. Paul Lampert (FH Erfurt), Dr. Dieter Lohr (IGB/HSWT), Prof. Dr. Klaus Menrad (HSWT) und Holger Braun (HS Nürtingen-Geislingen; stellvertretend für Gesamtkoordinator Prof. Dr. Carsten Herbes) © Ursula Eisenmann

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