HSWT und Hochschule Ansbach feiern ersten gemeinsamen Tag der Lehre

In einem Raum sitzen verschieden Personen auf Stühlen an runden Tischen und blicken zu einer Person am Ende des Raums, die hinter einem Redepult steht. Hinter der stehenden Person ist eine Präsentation an der Wand zu erkennen.
© Arnold Leo Schenk

Am 4. und 5. Dezember drehte sich alles um die Fragen, wie gute Hochschullehre in Zukunft aussehen kann und welche Rolle Künstliche Intelligenz und Gamification dabei spielen.

Den Start machte am Donnerstagabend eine gemeinsame Eröffnungsveranstaltung am Campus Ansbach, bei der Lehrende, Mitarbeitende und Studierende beider Hochschulen zusammenkamen, um die Kooperation sichtbar zu machen und Einblicke in innovative Lehrkonzepte zu geben.

Vertreter:innen beider Hochschulleitungen, darunter Prof. Dr. Ulrike Machold und Prof. Dr. Sabine Homann-Wenig, zeigten den Stellenwert, den die Lehre an den beiden Hochschulen hat. HSWT-Präsident Dr. Eric Veulliet betonte in seinem Online-Grußwort, wie wichtig eine enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit der Hochschulen in Zeiten von Digitalisierung und KI ist.

André Böttger (HSWT, Leitung vom Zentrum für Studium und Didaktik) und Dr. Alexandra Sept (Hochschule Ansbach, Leitung des Servicezentres für Digitale Lehre und Didaktik) führten gemeinsam durch die Veranstaltung.

Besonderer Höhepunkt war die Ehrung von Prof. Dr. Michael Rudner, der für seine SMART vhb-Einheit „Multivariate Statistik in der Ökologie mit R - Ordination“ ausgezeichnet wurde.

Parallele Fachprogramme an beiden Hochschulstandorten am zweiten Tag

Am Campus Triesdorf wurde der Frage „KI in der Lehre – Chance oder Herausforderung für die Präsenzhochschule?“ in einer Podiumsdiskussion nachgegangen, zu der Prof. Dr. Claudia Brand, Prof. Dr. Paul Anton Bernstein, Prof. Dr. Christian Zang und Prof. Dr. Sabine Homann-Wenig als Podiumsgäste geladen waren.

Im Anschluss vertieften die Vorträge „Was kann KI in der Lehre“ von Prof. Dr. Claudia Brand und „Täuschung, Tool oder Tutor? KI in der Lehre zwischen Chancen und Risiken“ von Prof. Dr. Paul Anton Bernstein die unterschiedlichen Facetten des Themas:

Im Fokus des Ansbacher Programms standen Formate rund um Gamification in der Lehre.

Erstmals auch Studierende als Zielgruppe für den Tag der Lehre

Parallel zum Programm für Lehrende fand in Triesdorf eine eigene Veranstaltung für Studierende statt. In der Session KI im Studium – Tools, Chancen und richtige Nutzung“ gab Haley Rank, Studentin im Studiengang Digital Learning an der Hochschule Ansbach und Werkstudentin im Kompetenzteam Digitale Lehre der HSWT, einen praxisnahen Überblick über KI-Tools im Studienalltag. 

Eine besondere, sehr kurzweilige Überraschung bot die gemeinsame Abschlussveranstaltung: vor dem gemeinsamen Schlusswort der beiden Vizepräsident:innen für Studium bzw. Lehre fassten zwei Akteure eines Improvisationstheaters äußerst pointiert die Aussagen und Botschaften des Vormittags zusammen.

Das Feedback der rund 150 Teilnehmenden aus beiden Hochschulen fiel durchweg sehr gut aus: Neben der offenen, kollegialen Atmosphäre und dem klaren thematischen Fokus wurde auch die Möglichkeit, sich hochschulübergreifend zu vernetzen, positiv hervorgehoben. Für die HSWT war der Tag der Lehre zugleich ein starkes Signal für die Sichtbarkeit in Triesdorf und die enge Zusammenarbeit mit der Hochschule Ansbach.

  • Zwei Personen stehen nebeneinander und lächeln. Beide Personen halten jeweils Gegenstände in der Hand.
    Im Rahmen des Tags der Lehre wurde Prof. Dr. Michael Rudner für seine SMART vhb-Einheit „Multivariate Statistik in der Ökologie mit R - Ordination“ geehrt. Vizepräsidentin Prof. Dr. Sabine Homann-Wenig überreichte die Auszeichnung. © Arnold Leo Schenk
  • In einem Raum sitzen verschiedene Personen in Stuhlreihen und blicken auf eine Leinwand mit Präsentation. Neben der Leinwand steht eine Person und gestikuliert mit der rechten Hand.
    Am Campus Triesdorf wurde am zweiten Tag der Frage „KI in der Lehre – Chance oder Herausforderung für die Präsenzhochschule?“ nachgegangen. © Arnold Leo Schenk
  • In einem Raum sitzen drei Personen auf erhöhten Stühlen vor einer Leinwand mit Präsentation. Die linke Person gestikuliert mit beiden Händen. Im Vordergrund sind Personen sitzend in Stuhlreihen zu erkennen.
    Auf dem Podium diskutierten Prof. Dr. Claudia Brand (links), Professorin für Automation und Informatik an der Fakultät Bioingenieurwissenschaften, Prof. Dr. Paul Anton Bernstein (Mitte), Studiendekan des Studiengangs Green Digital Engineering der Fakultät Landwirtschaft, Lebensmittel und Ernährung in Triesdorf, Prof. Dr. Sabine Homann-Wenig (rechts), Vizepräsidentin für Studium und Didaktik, und Prof. Dr. Christian Zang (online zugeschaltet), HTA-Forschungsprofessor „Forests and Climate Change“ an der Fakultät Wald und Forstwirtschaft. © Arnold Leo Schenk
  • In einem Raum sitzen drei Personen auf erhöhten Stühlen. Neben ihnen steht eine weitere Person, die auf ein Blatt Papier in ihren Händen blickt. Im Hintergrund ist eine Stellwand sowie eine Leinwand mit Präsentation zu erkennen.
    Die Diskutierenden beleuchteten, wie KI bereits heute in der Lehre eingesetzt wird – von automatisierten Auswertungen über KI-gestützte Übungsaufgaben bis hin zu intelligenten Tutorsystemen und stellten sich auch den Fragen der Teilnehmer:innen im Raum und online. Durch die Podiumsdiskussion moderierte André Böttger. © Arnold Leo Schenk
  • In einem Raum steht eine Person vor einer Leinwand mit Präsentation und gestikuliert mit beiden Händen. Rechts im Bild ist eine Stellwand mit einem Plakat zu erkennen.
    In „Was kann KI in der Lehre?“ zeigte Prof. Dr. Claudia Brand, wie generative KI-Systeme wie Chatbots und KI-Tutoren konkret in Lehrveranstaltungen eingesetzt werden können – von der Materialerstellung bis zur individuellen Unterstützung von Studierenden. © Arnold Leo Schenk
  • In einem Raum steht eine Person neben einer Leinwand mit Präsentation und gestikuliert mit der rechten Hand. Die linke Hand hat die Person in die Hosentasche gesteckt. Rechts im Bild ist eine Stellwand mit einem Plakat zu erkennen.
    In seinem Vortrag „Täuschung, Tool oder Tutor? KI in der Lehre zwischen Chancen und Risiken“ stellte Prof. Dr. Paul Anton Bernstein die ambivalente Rolle der KI in den Mittelpunkt: als hilfreiches Werkzeug, als Lernbegleiter – aber auch als potenzielle Quelle für Leistungsbetrug. Dabei wurden ethische, rechtliche und didaktische Perspektiven miteinander verschränkt. © Arnold Leo Schenk
  • Zwei Personen stehen hintereinander in einem Raum vor einem schwarzen Vorhang und halten weiße Karten in der Hand. Die vordere Person beugt sich etwas nach vorne, die hintere Person hat den Blick nach vorne, über die Schulter der vorderen Person, gerichtet. Rechts im Bild ist eine Stellwand zu erkennen.
    Zum Abschluss fassten zwei Akteure eines Improvisationstheaters äußerst pointiert die Aussagen und Botschaften des Vormittags zusammen. © Arnold Leo Schenk