Hochschulforum 2026 an der HSWT
Rund 300 Teilnehmende diskutierten in Weihenstephan, wie ökonomische Stabilität, Innovation und Resilienz die Zukunft der Agrar- und Ernährungswirtschaft sichern können.
Das 11. Hochschulforum der Agrarökonomen, organisiert von Prof. Dr. Sarah Kühl und Prof. Dr. Gesa Busch der Fakultät Nachhaltige Agrar- und Energiesysteme, fand in diesem Jahr vom 20. bis 22. Mai an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) am Campus Weihenstephan statt. Unter dem Leitthema „Transformation gestalten: Wege zu einer resilienten Agrar- und Ernährungswirtschaft“ trafen sich Wissenschaftler:innen zahlreicher Hochschulen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, sowie Studierende, Absolvent:innen und Managementpartner:innen der Agri-Food-Branche, um sich zu gemeinsamen Forschungsarbeiten, Netzwerkausbau, wettbewerbsnützlichem Wissen sowie generationsübergreifenden Sichtweisen auszutauschen.
Raus aus dem Hörsaal, rein in die (wissenschaftliche) Praxis
Die Begrüßung erfolgte durch Prof. Dr. Martin Spreidler, Dekan der Fakultät für Nachhaltige Agrar- und Energiesysteme, Dr. Eric Veulliet, Präsident der HSWT, sowie durch die Ehrengäste dem Ministerialdirigenten des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus (StMELF) Anton Hübl und dem stellvertretenden Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes Matthias Borst. In den Keynotes gaben Prof. Dr. Achim Spiller von der Georg-August-Universität Göttingen und Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbands, zentrale Impulse. Mehrere Vortrags-Sessions mit Inhalten unter anderem zu innovativen Produktionssystemen, betrieblicher Organisation und Konsumentenverhalten, führten zu angeregten Diskussionen. In den anschließenden Open Innovation Sessions stellten Unternehmen des Agribusiness aktuelle Fragestellung aus der Praxis vor und tauschten sich mit den Teilnehmenden aus. Ergänzt wurde das Programm durch ein Poster-Speeddating mit den vier Themenschwerpunkten „Innovation, Effizienz und Kostenmanagement“, „Konsum, Marketing und Vertrieb“, „Klima und Ökologie“ und „Gesellschaft“. Der Tag endete mit einem unterhaltsamen Karaokeabend.
Wie Transformation vor Ort aussieht
Zwei- bis dreistündige Exkursionen zu Praxis- und Forschungseinrichtungen bildeten den Abschluss am letzten Tag. Darunter eine Fahrt zum Milchprüfring Wolnzach sowie zu den Landtechnikunternehmen Horsch oder Treffler. Es konnte die Forschungsstation der TUM in Dürnast besucht werden, wie auch Betriebe mit Schwerpunkt Fischerei, Hopfen- sowie Quinoaanbau oder Waldschweinen als Exkursionsziel gewählt werden. Mit seinem intensiven fachlichen Austausch und den vielfältigen Begegnungen setzte das Hochschulforum 2026 ein starkes Zeichen für die Agri-Food-Branche bezüglich Kooperation, Vernetzung und gemeinsames Lernen über Institutions- und Ländergrenzen hinweg. Wir danken allen Sponsoren für die Unterstützung.