Grüne Linien im Zentrum der Diskussion

Viele Personen stehen nebeneinander in zwei Reihen in einem Raum vor einer Leinwand und hinter zwei weißen Stehtischen und posieren.
© HSWT

Beim Symposium „Linienstrukturen in der Landschaft“ am Campus Triesdorf stand die Biodiversität im Straßenbegleitgrün, an Wegrändern und Feldrainen im Fokus.

Hecken, Feldraine und Blühstreifen sind kein überkommenes Relikt aus vergangenen Zeiten: Sie verbinden Lebensräume, schützen Böden vor Erosion, bieten Rückzugsorte für Insekten und Vögel und tragen zur Regulierung des Mikroklimas bei. Gleichzeitig erfüllen sie ökonomische und ökologische Funktionen – vom Windschutz für Felder bis zur Förderung der Biodiversität

Die Relevanz der Thematik zeigte sich am breiten Spektrum an Fachleuten, die an der Veranstaltung teilnahmen – von Forschung und Lehre über Landwirtschaft und Kommunen bis hin zu Stiftungen, Planungsbüros, Wasserwirtschaft, Straßenbau und Landschaftspflege.

Spannende Vorträge und angeregte Diskussionen

Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Michael Rudner (HSWT) startete der erste Themenblock zur ökologischen Bedeutung von Linienstrukturen mit fünf Impulsvorträgen zum Blütenangebot (Larsia Irlbeck, HSWT), zur Notwendigkeit eines Biotopverbunds (Prof. Dr. Andrea Früh-Müller, HSWT), zur Rolle für den Landschaftswasserhaushalt (Heiko Moßhammer, Wasserwirtschaftsamt Ansbach), zu biodiversitätsfördernden Gestaltungsmöglichkeiten (Dr. Frank Molder, Baader Konzept) sowie den Herausforderungen aus kommunaler Sicht (Bürgermeister Willi Albrecht, Weidenbach). 

Die Vorträge in der zweiten Veranstaltungshälfte reichten von innovativen Ansätzen für Mähtechnik (Prof. Dr. Hariolf Kurz, HSWT) und einer Verwertung des Mähguts (Prof. Dr. Bernhard Gatternig, HSWT) über Erfahrungen mit biodiversitätsfreundlicher Pflege von Straßenbegleitgrün (Sandra Eichelberger, Staatliches Bauamt Ansbach) bis hin zu Straßenrändern als wichtiger Lebensraum (Hermann Bösche, Naturforschende Gesellschaft Bamberg e.V.) sowie Ansätzen zur Förderung und zum Erhalt von Blühstreifen und Feldrainen (Lisa Ott, Bayerische Kulturlandstiftung).

Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion unter Moderation von Prof. Dr. Andrea Früh-Müller, bei der Markus Heinz (Landwirtschaftliche Lehranstalten Triesdorf) sowie Norbert Metz (Landschaftspflegeverband Mittelfranken) gemeinsam mit den Referent:innen diskutierten und zukünftige Synergiepotentiale betont wurden.

Das Symposium mit der Podiumsdiskussion bot eine wunderbare Gelegenheit, Wissen unterschiedlicher Fachbereiche zu bündeln, Netzwerke zu stärken und gemeinsam konkrete Ideen für den Erhalt und die Pflege von Linienstrukturen zu diskutieren.

  • Eine Person steht in einem Raum vor einer Leinwand mit Präsentation und spricht zu einem Publikum.
    Prof. Dr. Michael Rudner (HSWT) eröffnete das Symposium und begrüßte die Referent:innen und Gäste. © HSWT
  • Eine Person steht in einem Raum vor einer Leinwand mit Präsentation und spricht zu einem Publikum.
    Larsia Irlbeck (HSWT) referierte über das Blütenangebot in der Landschaft und die Rolle der Linienstrukturen. © HSWT
  • Eine Person steht in einem Raum vor einer Leinwand mit Präsentation und spricht zu einem Publikum.
    Prof. Dr. Andrea Früh-Müller (HSWT) stellte den Biotopverbund durch Linienstrukturen in der Kulturlandschaft vor. © HSWT
  • Eine Person steht in einem Raum vor einer Leinwand mit Präsentation und spricht zu einem Publikum.
    Heiko Moßhammer (Wasserwirtschaftsamt Ansbach) ging in seinem Vortrag auf die Rolle der Wegränder und Gräben für den Landschaftswasserhaushalt ein. © HSWT
  • Eine Person steht in einem Raum vor einer Leinwand mit Präsentation und spricht zu einem Publikum.
    Dr. Frank Molder (Baader Konzept GmbH) sprach über biodiversitätsfördernde Gestaltung von Linienstrukturen und die Verwendung gebietseigenen Saatguts. © HSWT
  • Eine Person steht in einem Raum vor einer Leinwand mit Präsentation und spricht zu einem Publikum.
    Willi Albrecht (1. Bürgermeister Markt Weidenbach) beleuchtete die Thematik der Biodiversität und die Herausforderungen für die Kommune. © HSWT
  • Eine Person steht in einem Raum vor einer Leinwand mit Präsentation und spricht zu einem Publikum.
    Prof. Dr. Hariolf Kurz (HSWT) erklärte den Gästen die technischen Herausforderungen bei Mähtechnik und Abtransport. © HSWT
  • Eine Person steht in einem Raum vor einer Leinwand mit Präsentation und spricht zu einem Publikum.
    Prof. Dr. Bernhard Gatternig (HSWT) ergänzte mit einem Einblick in die Möglichkeiten der Verwertung des Mähguts. © HSWT
  • Eine Person steht in einem Raum vor einer Leinwand mit Präsentation und spricht zu einem Publikum.
    Sandra Eichelberger (Staatliches Bauamt Ansbach) teilte Erfahrungen mit der biodiversitätsfreundlichen Pflege von Straßenbegleitgrün. © HSWT
  • Eine Person steht in einem Raum vor einer Leinwand mit Präsentation und spricht zu einem Publikum.
    Hermann Bösche (Naturforschende Gesellschaft Bamberg e.V.) zeigte am Beispiel der Stadt Bamberg, wie Straßenränder als Lebensraum dienen können. © HSWT
  • Eine Person steht in einem Raum vor einer Leinwand mit Präsentation und spricht zu einem Publikum.
    Lisa Ott (Bayerische KulturLandStiftung) stellte Möglichkeiten vor, wie man Feldraine gemeinsam erhalten, fördern und etablieren kann. © HSWT
  • In einem Raum sitzen Personen auf Stühlen vor einem Publikum. Eine Person spricht in ein Mikrofon und gestikuliert dabei mit der linken Hand.
    Die abschließende Podiumsdiskussion unter Moderation von Prof. Dr. Andrea Früh-Müller bot den Referent:innen die Gelegenheit, sich auszutauschen, über verschiedene Perspektiven der Thematik zu diskutieren und Handlungsmöglichkeiten zu erörtern. © HSWT
  • Zwei Personen sitzen in einem Raum auf Stühlen vor einem Publikum. Eine Person spricht in ein Mikrofon.
    Markus Heinz (Leiter der Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf) (rechts; mit Sandra Eichelberger) bei der abschließenden Podiumsdiskussion. © HSWT
  • Vier Personen sitzen in einem Raum auf Stühlen vor einem Publikum. Eine Person spricht in ein Mikrofon und gestikuliert dabei mit der linken Hand.
    Norbert Metz (Landschaftspflegeverband Mittelfranken) (2. v. r.; mit Prof. Dr. Andrea Früh-Müller, Heiko Moßhammer und Sandra Eichelberger, v. l. n. r.) bei der abschließenden Podiumsdiskussion. © HSWT

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