Gesunder Garten - Weihenstephaner Tag des Freizeitgartenbaus
Gesunde Pflanzen und reiche Ernte, das wünscht sich der Hobbygärtner. Die Realität schaut anders aus. Die Veranstaltung bot eine breite Palette an Beiträgen mit Hilfestellungen und Informationen.
Der diesjährige Tag des Freizeitgartenbaus, der sich an ambitionierte Hobbygärtner und Mitglieder von Gartenbauvereinen richtet, widmete sich dem Thema aus verschiedenen Blickwinkeln.
Insekten nützen – Pflanzen schützen
Geduld und eine gute Beobachtungsgabe des Pflanzenbestandes sind eine Voraussetzung, um rechtzeitig bei Pflanzenschutzproblemen zu reagieren. Die Förderung von Nützlingen oder ihr gezielter Einsatz können bei der Bekämpfung helfen. Aber es gilt gewisse Grundlagen zu beachten. Um welchen Schädling handelt es sich, damit der richtige Gegenspieler gefunden wird. Was sind die optimalen Bedingungen für meinen Nützling.
Buchsbaumzünsler im Fokus: „Mission impossible“?
Angelehnt an die Filmreihe mit Angaben zu Zielobjekt, Taktikanalyse und einer Aktionsmatrix wurde die ernstzunehmende Bedrohung des Buchs durch den Zünsler und andere Krankheiten (z.B. Buchsbaumsterben, Buchsbaumspinnmilbe) beleuchtet. Ohne frühzeitige und konsequent durchgeführte Maßnahmen fressen die Raupen innerhalb weniger Wochen ganze Pflanzenbestände kahl. Die Beispiele reichen von mechanischen Maßnahmen (z. B. Abspülen mit dem Hochdruckreiniger) bis hin zur Verwendung von Nematoden.
Horch was kommt von draußen rein? – Eingeschleppte Schädlinge im Obstbau
Durch die Globalisierung, den internationalen Handel und die private Reisetätigkeit finden „blinde Passagiere“ vermehrt ihren Weg zu uns. Auch die klimatischen Veränderungen tragen dazu bei, dass diese invasiven Arten bei uns Fuß fassen und sich ungebremst vermehren. Als Beispiele sind die Kirschessigfliege und die marmorierte Baumwanze zu nennen.
Triffst du die richtige Sortenwahl, hast du mit Schaderregern keine Qual
Als wichtiges Züchtungsziel bei vielen Pflanzen sind Resistenzen gegenüber bestimmten Schaderregern zu nennen. Dieser Themenkomplex „Resistenz“ und Beispiele für empfehlenswerte Sorten war der Tenor dieses Beitrags.
Die Führungen am Nachmittag ergänzten die Theorie. Der Rundgang in Kleingruppen gliederte sich in die Stationen „Wühlmäuse und Fallen“, „Nützlingseinsatz und -förderung“, „Monitoring-Maßnahmen im Obstbau“ und „Diagnose von Schaderregern“. Der Nieselregen konnte die Laune bei den Führungen nicht beeinträchtigen. Der Wissensdurst aller Teilnehmenden war bis zum Ende der Veranstaltung zu spüren und das umfangreiche Informationsangebot wurde voll ausgeschöpft.