Fachlicher Austausch zur Produktion von Poinsettien
Mitte Dezember drehte sich am Institut für Gartenbau der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) bei einer Nachmittagsveranstaltung alles um die Produktion von Weihnachtssternen.
Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) statt. Nach einer erfolgreichen Premiere der Veranstaltung im Vorjahr in Veitshöchheim informierten sich etwa 40 Teilnehmende aus dem bayerischen Zierpflanzenbau dieses Jahr in Freising über aktuelle Entwicklungen und Versuchsergebnisse mit Bezug zu Poinsettien.
Ressourcenschonende Kulturverfahren
Bei der Präsentation der Versuchsergebnisse aus beiden Einrichtungen wurde der Fokus auf ressourcenschonende Produktionsverfahren gelegt. Eine Abkehr von Torf als Substratbestandteil oder die angepasste Klimaführung zur Reduktion des Heizenergiebedarfs sind aktuelle Herausforderungen für die Gärtner. Sarah Waldinger, HSWT, berichtete über die Erfahrungen und Versuchsergebnisse aus dem Projekt Finito, das sich intensiv mit der Verwendung von torffreien und torfreduzierten Substraten beschäftigt. Sebastian Born, HSWT und Christine Hartmann, LWG, übernahmen dynamische Regelstrategien und neue und bewährte Sorten im Test.
Die zahlreichen Wortmeldungen unterstrichen die hohe Relevanz der Themensetzung für den Erwerbsgartenbau. Die Beiträge der Anwesenden zeigten aber auch, dass nachhaltige Kulturverfahren bereits vielfach in der Praxis zur Anwendung kommen. Das Narrativ vom „Klimakiller Weihnachtsstern“ ist nicht mehr gerechtfertigt.
Das Themenspektrum wurde abgerundet durch Informationen aus dem Bereich Pflanzenschutz (Wolfgang Ahlvers, Erzeugerring) und einer Präsentation der aktuellen Entwicklungen in der Poinsettienzüchtung (Prof. Dr. Johannes Nebelmeir, HSWT).
Die Pausen wurden zu einem regen Austausch genutzt und der Blick in die Gewächshäuser verschaffte einen noch besseren Eindruck zu den Versuchsergebnissen.