Erfolgreicher Kichererbsenanbauversuch zeigt Potenzial im Ackerbau

In einem Feldversuch am Campus Triesdorf zeigte die Kichererbse unter ökologischen Bedingungen auch in einem nassen Frühjahr Robustheit und einen hohen Ertrag.

Ein Feldversuch zur Kichererbse zeigt, dass sie dank ihrer Trockenresistenz und Pflegeleichtigkeit im ökologischen und konventionellen Anbau eine nachhaltige Nahrungsquelle bieten könnte.

Die Kichererbse (Cicer arietinum) wird in Deutschland als exotische Ackerkultur betrachtet, könnte jedoch aufgrund ihrer Trockenresistenz und Pflegeleichtigkeit im ökologischen und konventionellen Anbau an Bedeutung gewinnen, sofern wirtschaftliche Absatzmöglichkeiten bestehen. Sie sind proteinreich und tragen zur nachhaltigen Ernährung bei.

Erfolgreicher Anbau unter regionalen Bedingungen

In einem Feldversuch am Campus Triesdorf unter den Bedingungen des ökologischen Landbaus hat sich die Kichererbse auch in einem für die Region ungewöhnlich nassen Frühjahr als robust erwiesen und einen erfreulich hohen Ertrag geliefert. Verantwortlich hierfür war unter anderem ein relativ trockener August, der den Reifeprozess der Pflanzen begünstigte. Es wurden zwei Sorten getestet: die großkörnige Kabuli-Sorte „Twist“ und die kleinfruchtige Gulabi-Sorte „Irenka“. Beide Sorten erzielten etwa 25 Dezitonnen pro Hektar, wobei „Twist“ in der weiten Reihe besser abschnitt.

Der Versuch verdeutlicht, dass die Kichererbse auch unter mechanischer Unkrautkontrolle erfolgreich angebaut werden kann. Prof. Dr. Klaus-Peter Wilbois zieht ein positives Fazit: „Unser Anbauversuch hat gezeigt, dass die Kichererbse auch unter den vergleichsweise feuchten Bedingungen dieses Jahres am mittelfränkischen Standort Triesdorf erfolgreich angebaut werden kann. Die aufrecht wachsende Gulabi-Sorte Irenka kann in Breitsaat und weiter Reihe gut gedeihen, wenn der Unkrautdruck nicht zu groß ist. Die etwas breiter wachsende Kabuli-Sorte Twist hingegen profitierte von der weiten Reihe. Für die erfolgsentscheidende zügige, gleichmäßig Abreife und den Mähdrusch ist eine möglichst trockene Phase im Spätsommer entscheidend, um die Körner reif, trocken und in hoher Qualität ernten zu können.“

Die Kichererbse kann auch bei wechselhaften Witterungsbedingungen gut gedeihen und aufgrund ihrer geringen Ansprüche an die Bodenqualität eine wertvolle Sommerkultur darstellt. Die Anpassung an die lokalen Bedingungen bleibt allerdings weiterhin eine Herausforderung.