Eine Antwort auf die Frage, wie wir in Zukunft leben wollen

Zwei Personen stehen nebeneinander vor zwei Stellwänden. Die rechte Person hält in der rechten Hand ein Blatt Papier und in der linken Hand einen Holzwürfel auf einem Sockel.
© Samira Roll

Beim Ideas Award 2025 stellte HSWT-Studentin Nicole Keller ihr Konzept zum Bioökonomischen Wohnen (BÖW) vor und gewann in der Kategorie „Beste Idee“ mit einer zukunftsorientierten Lösung.

Das Konzept zu BÖW verbindet technische Vernetzung und Energie-Sharing beim Bauen mit gesellschaftlichen Aspekten. Mit ihrer Idee möchte Nicole Keller zeigen: das Wohnen der Zukunft kann bezahlbar, nachhaltig und gemeinschaftlich – vor allem aber voller Lebensqualität – gestaltet werden und dabei ökologisch und ökonomisch sein. Nicole studiert Business Management und Entrepreneurship Erneuerbare Energien im 3. Semester.

Die Idee

Durch den Wunsch, den aktuellen Herausforderungen beim Wohnen zu begegnen – steigenden Mieten, hohen Energiekosten und zunehmender Vereinsamung – stellte sich Nicole Keller die Frage, warum man Wohnen, Energie und Gemeinschaft nicht zusammendenken kann. So entstand die Idee zu BÖW. „Der Wohnraummangel eskaliert. Im ersten Quartal 2026 fehlen in Deutschland allein 1,4 Millionen Wohnungen, Mobilitätskosten sind um 30 Prozent in den letzten 5 Jahren gestiegen und 40 Prozent der Deutschen kennen kaum einen Nachbarn persönlich“, sagt die Studentin. Ihre Lösung: eine Sharing Economy, die nachhaltig ökologischen, ökonomischen und sozialen Mehrwert bringt.

Das Konzept

„Das Wohnen der Zukunft ist bioökonomisch“, betont Nicole. BÖW vereint energieautonomes, ökologisches und soziales Wohnen in einem professionellen, skalierbaren Geschäftsmodell. Es ist ein B2B-Service (Business-to-Business-Service) für kommunale als auch privatwirtschaftliche Bauunternehmer und übernimmt unter anderem die Akquise von Interessenten (Käufer und Mieter) oder die Umsetzung des Energiekonzepts zusammen mit einem regionalen Partnernetzwerk sowie die Abwicklung des Energy Sharings nach §42c EnWG.

Warum jetzt?

In der Idee von BÖW treffen drei Trends aufeinander. Zum einen inkludiert sie die Energiewende auf Letztverbraucherebene und stellt ein neues Wohnmodell in Zeiten von Wohnraumnot dar. Dabei profitiert sie von der aktuellen Technologie, wie Energiemanagementsysteme, Smart Meter, dynamische Stromtarife oder Energy Sharing. Zudem passt durch Einführung des neuen Energiewirtschaftsgesetzes (§ 42c EnWG) ab Juni 2026 der regulatorische Rahmen für das Energy Sharing, also das Teilen von Strom aus gemeinschaftlich betriebenen Erneuerbaren-Energien-Anlagen durch die Nutzung des öffentlichen Stromnetzes.

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