Die 8th Climate Conference Weihenstephan (CCW8)
Studierende verhandeln globale Klimapolitik und bringen internationale Perspektiven, echte Konfliktlinien und lösungsorientierte Diplomatie auf den Campus Weihenstephan.
Am 17. Juni 2026 verwandelt sich die HSWT in eine Bühne internationaler Klimadiplomatie. Die 8. Climate Conference Weihenstephan (CCW8) unter der Leitung von Prof. Dr. iur. Tanja Barton (Head) und Karin Casaretto (Co-Head), wirkt wie eine Konferenz und ist zugleich Prüfungsleistung zweier Masterprogramme der Studiengänge Management und Entrepreneurship Erneuerbare Energien und Climate Change Management mit rund 70 Teilnehmenden. Inspiriert vom Format „Model United Nations“ übernahmen Studierende auch in diesem Jahr die Rollen von Staaten und Organisationen – von den größten CO2 Emittenten China, Indien und USA über kleine Inselstaaten (AOSIS) bis zu Greenpeace - und verhandelten aktuelle Fragen des globalen Klimaschutzes. Vorausgegangen war eine wissenschaftliche Einführung in die Thematik durch den Weltklimarat (IPCC). Der Fokus der Verhandlungen lag auf den drängenden Themen Klimafinanzierung und dem Ausstieg aus den fossilen Energieträgern.
Auftakt der Klimadiplomatie mit Stimmen aus aller Welt
Eröffnet wurde die CCW8 von Vizepräsident Prof. Dr. Carsten Lorz, gefolgt von einer Einführung und der Festlegung gemeinsamer Regeln. Anschließend präsentierten elf internationale Teams, unterstützt durch eigens produzierte Videos, ihre Standpunkte. Vertreterinnen und Vertreter von unter anderem China, den USA, der EU, Indien oder Bangladesh brachten ihre Perspektiven ein und spiegelten reale geopolitische Spannungsfelder wider. Die Studierenden selbst kommen aus über zehn Ländern und machen die Konferenz damit zu einem authentischen Abbild globaler Verhandlungstische.
Der Weg zum CCW8 Final Agreement
Am Nachmittag wurde es praktisch: In zwei intensiven Verhandlungsrunden rangen alle Beteiligten um tragfähige Kompromisse zu Klimafinanzierung und dem Ausstieg aus fossilen Energieträgern. Ziel war ein gemeinsames Abschlussdokument, das „CCW8 Final Agreement“. Besucherinnen und Besucher konnten auch in diesem Jahr flexibel teilnehmen, einzelne Programmpunkte erleben oder auch nur das Finale verfolgen. Die Konferenz zeigte wieder einmal sehr eindrucksvoll, wie akademisches Lernen und reale Herausforderungen zusammenfinden. Die Studierenden freuten sich über ein interessiertes Publikum, lebhafte Diskussionen und eindrucksvolle Erfahrungen zu „internationalen“ Klimaschutzverhandlungen.