Buntes Programm bei den Diversity Days an der HSWT

Auf einem gepflasterten Boden steht ein Glücksrad mit bunten Wimpeln. In der Mitte steht das Wort "Diversity". Im Hintergrund ist ein rundes Fenster in einer Wand zu erkennen und grüne Pflanzen.
© Josef Gangkofer

Bereits zum zweiten Mal fanden vom 8. Mai bis zum 4. Juni 2025 die Diversity Days an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf statt.

Vier Wochen lang wurden an den Campus Weihenstephan und Triesdorf insgesamt neun verschiedene Veranstaltungen für Studierende und Beschäftigte der HSWT angeboten.

Vielfalt sichtbar machen

Auf großes Interesse stieß der Vortrag zu Neurodiversität in Zusammenhang mit Studium und Lehre, bei dem die Lebensrealität von neurodiversen Personen dargestellt und anhand von Beispielen gezeigt wurde, welche Möglichkeiten es für den Abbau von Barrieren an der Hochschule gibt. Das Thema Vielfalt wurde auch durch das neue Diversity Office sichtbar, das mit einem Tag der offenen Tür in Weihenstephan eröffnet wurde.

Inklusion spürbar machen

Beim Inklusionstraining, das von Prof. Birgit Schmidt von der Fakultät Landschaftsarchitektur gemeinsam mit dem Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund e.V. (BBSB) organisiert wurde, konnten die Teilnehmenden selbst testen, wie sich bestimmte Behinderungen im Alltag anfühlen: ob in einem Altersanzug, mit einer Augenbinde oder im Rollstuhl – beim anschließenden Spaziergang wurde deutlich, wie herausfordernd alltäglich Dinge werden, wenn nicht Rücksicht auf die Lebensrealität aller genommen wird.

Diskussion anregen

Das Grüne Kino präsentierte an beiden Campus den Film „Juli bleibt still“. Der Film setzt sich damit auseinander, dass es überall, wo Hierarchien entstehen, auch Menschen gibt, die diese Macht ausnutzen, auch in Form von sexualisierter Gewalt. In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, wie individuell der Umgang mit Erfahrungen von Übergriffigkeit und Machtmissbrauch sein kann.

Gelegenheit zum Austausch

Der Workshop „diversity@school“  wurde vom AK Queer Kollektiv in Weihenstephan organisiert und regte zum Austausch über sexuelle Orientierung und Gendervielfalt an. Der AK bot zudem einen T-Shirt-Workshop für den CSD sowie ein queeres Picknick für alle an. Bei leckeren Snacks im Freien stellte sich der AK hier vor und es wurde über Möglichkeiten und Herausforderungen von queeren Studierenden an der HSWT gesprochen. Der AK Queerfeldein in Triesdorf organiserte einen gemeinsamen Spieleabend. Zwischen den Spielen konnten sich die Teilnehmenden in entspannter Atmosphäre unterhalten und zu Themen rund um Vielfalt austauschen. Über Herausforderungen beim Studium mit Kind wurde beim Beratungstreffen der Hochschulgemeinde Freising (HSG) gesprochen, bei dem sich Studierende vernetzen und über Unterstützungsangebote informieren konnten.

Diversity wird im Juni weitergefeiert

Das Ende der Diversity Days schließt nahtlos an den Pride Month an, der jedes Jahr im Juni stattfindet und der LGBTQIA+-Community gewidmet ist. Er soll Vielfalt, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung feiern und auf Ungleichheit und Diskriminierung aufmerksam machen.

  • An einer Hausfassade ist eine gitterartige Rankhilfe aus Holz befestigt. Auf einem braunen Plakat steht: Was wünscht Du Dir vom Diversity Office. Unter dem Plakat hängt eine Girlande mit bunten Wimpeln. Links im Bild ist unscharf der Kopf einer Person zu erkennen.
    Ber der Eröffnung des Diversity Office hatten alle Gäste Gelegenheit, ihre Wünsche an das Team des Diversity Office an einer Wunschwand festzuhalten. © Josef Gangkofer
  • Eine Person sitzt in einem Rollstuhl auf gepflastertem Boden und wird von der Seite gezeigt. Im Hintergund sind ein Tisch mit zwei Bänken zu erkennen, sowie ein Stuhl und ein Rollator und diverse Blumentöpfe.
    Beim Inklusionstraining hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, Rollatoren und Rollstühle zu nutzen und Alltagssituationen aus einer anderen Perspektive zu erleben. © HSWT
  • Auf einem Kiesweg ist eine Person von hinten zu erkennen. Sie trägt schwarze Kleidung und hält einen Langstock in der rechten Hand. Links und rechts von Weg sind eingefasste Pflanzenbeete und Bäume zu sehen. Die Sonne scheint.
    Beim Spaziergang durch den Hofgarten mit Augenbinde und Langstock wurde für die Teilnehmenden des Inklusionstrainings deutlich, wie herausfordernd alltäglich Dinge werden, wenn nicht Rücksicht auf die Lebensrealität aller genommen wird. © HSWT
  • In einem Raum mit Holzdecke und künstlicher Beleuchtung sieht man acht Menschen von hinten. Vier stehen am Boden, weitere vier stehen auf einem Tisch. Sie tragen weiße oder graue T-Shirts, auf deren Rückseite in Regenbogenfarben der Schriftzug "Queer Kollektiv" in Großbuchstaben zu lesen ist.
    Beim T-Shirt-Workshop des AK Queer Kollektiv konnten die Teilnehmenden T-Shirts bunt und individuell gestalten. © Pia Kehl
  • Auf einer Grünfläche stehten Bäume, die Schatten werfen, und Picknicktische und -bänke aus Holz. Hinter einem Baum sitzen Menschen in der Sonne auf ausgebreiteten Decken. Links im Bild erkennt man ein an einem Baum befestigtes Banner, auf dem ein Regenbogen und der Schriftzug "Queer Kollektiv" zu sehen sind.
    Der AK Queer Kollektiv veranstaltete am Campus Weihenstephan ein queeres Picknick, bei dem sich in gemütlicher Atmosphäre und bei leckeren Snacks ausgetauscht werden konnte. © Sam Rühle

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