BR-Fernsehdreh auf den Moorforschungsflächen des PSC

ier Personen bei einer Aufnahme auf einer Wiese, mit Kamera, Mikrofon und technischem Equipment.
© Ella Papp

Im Frühjahr fanden Dreharbeiten für einen Sendebeitrag des BR-Wissenschaftsformates „Gut zu wissen“ auf den Moorforschungsflächen des PSC statt, der nun am 20. September ausgestrahlt wurde.

Das Filmteam vom BR kam für einen 45-minütigen Beitrag an mehreren Drehtagen von April bis Ende Juni ins Freisinger Moos, um zusammen mit dem Team des Peatland Science Centre (PSC) der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) mehr über den Lebensraum Moor, die Paludikulturen und die dort laufende Forschung zu erzählen.

Dabei wurde offensichtlich, dass nicht nur CO2-Messungen sehr wetterabhängig sind, sondern auch die Dreharbeiten aufgrund der Witterung oft verschoben werden mussten. Dazu kam, dass die Flugzeuge über dem Freisinger Moos ein erhebliches Tonproblem darstellten und immer wieder kurze Pausen bei den Drehsequenzen erforderten.

In dem aktuellen Beitrag von „Gut zu Wissen“ waren neben Prof. Dr. Matthias Drösler vom PSC auch noch Prof. Dr. Christoph Moning mit Projekten beteiligt, zudem weitere Institutionen wie der Donaumoos-Zweckverband, die ARGE Donaumoos und die Firma Fibres365, die Papierprodukte aus Paludipflanzen herstellt. Dreharbeiten fanden neben dem Freisinger Moos auch im Bayerischen und Schwäbischen Donaumoos sowie auf dem Moorversuchsgut Karolinenfeld statt.

Wichtiges Format für den Wissenstransfer in die Gesellschaft

Fernsehbeiträge machen Forschung sichtbar. Sie holen wissenschaftliche Erkenntnisse raus aus Laboren und Fachartikeln und bringen sie dorthin, wo sie hingehören: in die Mitte der Gesellschaft.

Ella Papp, bis Ende September 2025 wissenschaftliche Mitarbeiterin beim PSC, zeigt sich von diesem Wissenschaftsformat sehr überzeugt: „Ein Fernsehbeitrag wie dieser nimmt die Menschen in unseren Forschungsalltag mit und macht Wissenschaft erlebbar. Nur so kann ein Bewusstsein für so wichtige Themen wie die Moorforschung geschaffen werden. Deshalb wollen wir auch zukünftig solche Formate verstärkt nutzen.“

Das Bewusstsein für Moorforschung sei vor allem deshalb so wichtig, da Moore nicht nur faszinierende Landschaften sind, sondern auch eine zentrale Rolle im Klimaschutz und im Erhalt der Biodiversität spielen. Doch viele Menschen würden kaum wissen, wie Moore und Klimaschutz zusammenhängen und warum es eine neue, nasse Landnutzung auf Moorböden braucht. Ein gut gemachter Filmbeitrag kann Neugier wecken, Wissen vermitteln und vielleicht sogar dazu beitragen, dass mehr Menschen sich für Moor- und Klimaschutz engagieren.

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