Blauzungenkrankheit auf dem Vormarsch
Zum Thema „Blauzunge - wie gefährlich ist sie wirklich“, trafen sich Expertinnen aus Forschung, Entwicklung und Praxis, sowie rund 500 Interessierte zum Informationsaustausch.
Die Hybridveranstaltung, organisiert und moderiert von Tierärztin und Professorin Eva Zeiler, Fakultät Nachhaltige Agrar- und Energiesysteme, stieß auf breites Interesse. Rund 500 Betroffene, Vorsorgende, Landwirte, Tierärzte und weitere Fachleute, informierten sich über die Entstehung, Verbreitung und Bekämpfung der Blauzungenkrankheit. Professorin Carola Sauter Louis vom Friedrich-Löffler-Institut sprach über epidemiologische Fakten der Blauzungenkrankheit. Dr. Martina Bechter von Boehringer-Ingelheim berichtete über Erfahrungen und Strategien. Dr. Astrid Brandl, Landwirtin und Tierärztin, teilte einen Erfahrungsbericht. Sie sprach über den Ausbruch der Blauzungenkrankheit auf einem Milchviehbetrieb in Niedersachsen.
Zahl der symptomatischen Fälle nimmt deutlich zu
Seit dem ersten Ausbruch der anzeigepflichtigen viralen Blauzungenkrankheit (Serotyp 3 (BTV-3)) bei Wiederkäuern (vor allem Schafe und Rinder) im Oktober 2023 in Deutschland, mehren sich die Fälle 2024 nochmal deutlich. Übertragen wird die Seuche über verschiedene Gnitzen. Diese nehmen das Virus im Blut eines bereits infizierten Tieres auf und übertragen es beim Stechen auf weitere Tiere. Für Menschen besteht keine Gefahr. Klinische Symptome bei Rindern sind unter anderem Entzündungen der Zitzenhaut und Schleimhäute im Bereich der Augenlider, Maulhöhle und Genitalien. Im Bereich der Zunge, des Mauls und am Kronsaum lösen sich Schleimhäute ab. Außerdem kann es zur Reduktion der Milchleistung kommen.