AgScience-on-Tap für das Sommersemester abgeschlossen

In einem Raum mit Holzboden und weißen Wänden sitzen Personen anTischen und blicken auf eine Leinwand mit einem Bild im hinteren Teil des Raumes. Vor der Leinwand ist ein kleiner Stehtisch aufgebaut, an dem eine weitere Person steht, die auf die Leinwand blickt.
© Tobias Michl

Wissenschaft zum Anfassen zum Thema „Künstliche Intelligenz in der Landwirtschaft“ bot die Veranstaltungsreihe, die dieses Sommersemester erstmals gemeinsam von TUM und HSWT organisiert wurde.

Informative Vorträge mit internationaler Relevanz und lebhafte Diskussionen in einer entspannten Atmosphäre – in der Veranstaltungsreihe AgScience-on-Tap  des Hans-Eisenmann-Forums (HEF) der Technischen Universität München (TUM) und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) werden während des Semesters verschiedene Themen zu Agrar-, Ernährungs- und Umweltwissenschaften mittwochabends im Furtnerbräu von einschlägigen Expert:innen vorgestellt. Die Örtlichkeit und die englische Vortragssprache bieten beste Voraussetzungen für angeregten Austausch im Anschluss.

Intelligente Lösungen für die Landwirtschaft von morgen

Den Anfang in der Themenreihe des Sommersemesters machte Prof. Dr. Florian Haselbeck von der HSWT, der in seinem Vortrag über die Deep Learning basierte Unkrauterkennung durch Künstliche Intelligenz referierte. Dabei ging er auf die aktuelle Situation sowie zukünftige Herausforderungen ein. Lösungsansätze wie spot spraying, also die punktuelle und gesteuerte Verwendung von Pflanzenschutzmitteln, haben gerade mit Hinblick auf Nachhaltigkeit großes Potenzial. In der anschließenden Diskussion wurden auch die gegenwärtigen Grenzen der Methode sowie mögliche Weiterentwicklungen detaillierter besprochen.

Künstliche Intelligenz in der Überwachung von Graslandflächen

David Stäblein von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) startete die zweite Veranstaltung mit einem Überblick über die Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz bei der Nutzungsoptimierung von Graslandflächen. Denn obwohl etwa eine Million Hektar in Bayern mit Graslandflächen bedeckt sind und diese weitaus vielfältiger als konventionelle Ackerflächen sind, werden deren Potenziale und Qualität von den Landwirt:innen oft nicht systematisch erfasst. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz, die Satellitendaten, Feldbeobachtungen und spezifische Voraussetzungen kombiniert, werden optimierte Nutzungsmöglichkeiten für Graslandflächen aufgezeigt.

Satellitengestützte KI für nachhaltige Agrarplanung

Den Abschluss der Reihe bildete David Gackstetter von der TUM. Er ging vor allem auf die Metaanalyse von landwirtschaftlichen Flächen durch satellitengestützte KI ein. In Zeiten zunehmender globaler Herausforderungen bei der Erkennung von Trends in landwirtschaftlichen Vorgehensweisen werden diese immer essenzieller, so der Referent. Die Analyseergebnisse stellen die Grundlage für weiterführende Faktoren in der Agrarplanung, wie Strategien zur Lebensmittelsicherheit, dar.

Die Veranstaltungsreihe geht im Wintersemester weiter

Auch für das kommende Wintersemester ist wieder eine Reihe von Terminen für AgScience-on-Tap geplant. Thematisch wird der Fokus dann auf soziale Aspekte und Akzeptanz in der Agrarforschung liegen. Sobald die Termine feststehen, finden Interessierte alle Informationen im Veranstaltungskalender der HSWT.

Vier Personen stehen nebeneinander im Freien vor einer Hausfassade, auf der „Furtnerbräu“ steht, und lächeln in die Kamera. Um sie herum stehen Tische und Stühle.
v. l. n. r.: Tobias Michl, Referent für Wissenstransfer von der HSWT, Prof. Dr. Florian Haselbeck, Claudia Lusch, Geschäftsführung Hans Eisenmann Forum, und Prof. Dr. Monika Egerer von der TUM © Eliza Salman

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