Claim Hochschule Weihenstephan-Triesdorf - University of Applied Sciences
23.10.2020

Eine neue Professorin und ein neuer Professor am Campus Weihenstephan der HSWT

Christine Dötzer; Teresa Pancritius
Porträtfoto von Professorin Sonja Hörster
Prof. Sonja Hörster (Foto: Roland Wehking (IPG))
Foto von Professor Doktor Alexander Steck auf dem Campus
Prof. Dr. Alexander Steck (Foto: HSWT)

Weihenstephan - Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) begrüßte zum Wintersemester 2020/21 eine neue Professorin und einen neuen Professor am Campus Weihenstephan. An der Fakultät `Landschaftsarchitektur´ übernahm Prof. Sonja Hörster die Professur `Kommunikation und Partizipation in der Landschaftsarchitektur´. Prof. Dr. Alexander Steck startete an der Fakultät `Gartenbau und Lebensmitteltechnologie´ im Fachgebiet `Prozesstechnik und Digitalisierung´.

Prof. Hörster studierte Landschaftsarchitektur an der Fachhochschule Höxter. Vor ihrem Eintritt an der HSWT Anfang September war sie am von ihr mitgegründeten `Institut für Partizipatives Gestalten´ (IPG) in Oldenburg und Berlin tätig, dessen Gesellschafterin sie bis heute ist. Freising ist der gebürtigen Wuppertalerin bereits bekannt: Anfang der 2000er Jahre lebte sie neun Jahre lang in der Domstadt, wo sie `Die Planungswerkstatt´ gründete und leitete. Diese Einrichtung mit dem Ziel, es Bürgerinnen und Bürgern zu ermöglichen, sich an der Planung städtebaulicher Projekte zu beteiligen, ist mittlerweile in der IPG GmbH aufgegangen. Der Ansatz, dass sich an den Entwürfen für Gestaltungsvorhaben sämtliche Akteure, also auch Laien, beteiligen, ist auch der Kern von Hörsters Professur: "In meiner Tätigkeit als Landschaftsarchitektin habe ich die Erfahrung gemacht, dass Nachbarschaften, Parks, Plätze oder Dörfer, die durch kokreative Prozesse entstehen, zu wichtigen Orten für eine nachhaltige Entwicklung im öffentlichen Raum werden", erklärt die 50-Jährige, die auf dem Land in einer ökologischen Siedlung lebt. An der HSWT möchte Hörster die sogenannte entwurfsorientierte Partizipation in den Fokus ihrer Forschung stellen: "Ich bin überzeugt, dass gestaltungsorientierte Formen der Beteiligung, die alle Akteure einbeziehen, zu räumlich, sozial und wirtschaftlich sinnvollen Lösungen führen. Und ich halte es für zielführend, die professionellen Methoden der räumlichen Planung anzuwenden, wenn die Öffentlichkeit an Planungsprozessen beteiligt ist. In der Forschung aufzuzeigen, wie das zu einer neuen Qualität von Beteiligungsprozessen führen kann, würde wissenschaftlich und berufspraktisch wichtige Impulse setzen. Diese Denkanstöße möchte ich auch den Studierenden vermitteln: Ich freue mich darauf, mich gemeinsam mit ihnen mit diesem Thema zu beschäftigen und dabei auch selbst neue Impulse zu erhalten."

"Wissen ist, was wir aus Informationen machen"

Dr. Alexander Steck wurde zum 01. September auf die Professur für Prozesstechnik und Digitalisierung der Fakultät `Gartenbau und Lebensmitteltechnologie´ der HSWT berufen. Der 49-Jährige stammt aus dem schwäbischen Dillingen an der Donau, hat in Stuttgart Maschinenbau studiert und am dortigen Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung promoviert. In dieser Zeit absolvierte er auch ein Zusatzstudium Wirtschaftsingenieurwesen an der Fernuni Hagen. Nach anspruchsvollen Stationen in der freien Wirtschaft – darunter in der Automobilindustrie bei den Firmen Behr und ETO Magnetic sowie im Bereich der Prozessautomatisierung beim Unternehmen Festo – will der Vater von vier Kindern nun sein Wissen an junge Menschen weitergeben und einen Beitrag zu deren Ausbildung leisten.

In der Forschung setzt Alexander Steck gemäß seiner Professur die Schwerpunkte in den Bereichen Prozesstechnik und Digitalisierung. Hierbei interessieren ihn insbesondere Automatisierungstechnik und Robotik sowie innovative Sensoren. "Aktuelle und spannende Themen dabei sind die Kooperation von Mensch und Roboter sowie das virtuelle Abbild und die Simulation von Produktionssystemen", sagt er. "Eine wichtige Rolle spielen in diesem Rahmen neue Technologien, wie Künstliche Intelligenz, aber auch neue Anwendungsfelder, wie die Herstellung von Kunstfleisch oder die Proteinproduktion aus Insekten und Algen."

In der Lehre wird er einerseits physikalisch-technische Grundlagenfächer anbieten, andererseits spezifische ingenieurwissenschaftliche Module, zum Beispiel Prozesstechnik oder Elemente des Maschinen- und Apparatebaus. "Ich kann mir außerdem vorstellen, Fächer wie Programmieren, Robotik, Automatisierungstechnik, Sensorik und Antriebstechnik zu lehren", sagt er, "sowie 'Digitalisierungstechnik', also eine Kombination aus Informationstechnik, Vernetzung und Datenerfassung, -verarbeitung, -übertragung und -speicherung in der Prozess- und Produktionstechnik." In jedem Fall ist es dem neuen HSWT-Professor wichtig, dass seine Studierenden mitdenken und verstehen, damit sie ihr Wissen dann auf andere Aufgabenstellungen anwenden können. Alexander Steck will selbständiges Arbeiten und Entscheiden fördern, denn: "Wissen ist, was wir aus Informationen machen."

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