Claim Hochschule Weihenstephan-Triesdorf - University of Applied Sciences

Professur für Forstliche Bodenkunde, Geologie, standörtliche Grundlagen der Forstwirtschaft

Das zentrale Lehrgebiet der Professur ist die Bodenkunde sowohl in den Grundlagen als auch in der forstlichen Anwendung. Die Forstliche Bodenkunde beschäftigt sich mit dem Boden als wichtigsten Standortsfaktor (Standortslehre) in der Forstwirtschaft. In der Bodenkundlichen Ausbildung wird neben der Vermittlung der theoretischen Grundlagen großer Wert auf die Feldbodenkunde gelegt. Der inhaltliche Schwerpunkt der Lehre im Fach Bodenkunde sieht den Boden als Produktionsgrundlage der Forstwirtschaft (Nährstoff- und Wasserversorgung) und zielt auf die optimale Nutzung und auf die Erhaltung der Bodenqualität ab. Zudem werden in der Lehre weitere Funktionen von Waldböden – besonders im Zusammenhang mit ökosystemaren Dienstleistungen - berücksichtigt. Das Fach Bodenkunde wird zudem durch die Vermittlung chemischer Grundlagen unterstützt.

Humusprofil im Teutoburger Wald
Trinkwassergewinnung im Wald als ökosystemare Dienstleistung

Neben der Bodenkunde spielen Geologie/Geomorphologie und Forstmeteorologie eine wichtige Rolle in der forstlichen Standortslehre. Die Geologie dient zur Vertiefung des Verständnisses der Wirkung der Eigenschaften der Gesteine, des regelhaften Auftretens von Gesteinen und der Reliefausprägung auf die Standorteigenschaften. Die Forstmeteorologie beleuchtet den Zusammenhang zwischen Standorteigenschaften und klimatischen Bedingungen im Wald. Dies schließt auch die Veränderung klimatischer Rahmenbedingungen und Konsequenzen für die Forstwirtschaft ein.

Darüber hinaus stellt die Bodenkunde einen zentralen Baustein im Verständnis des Systems Landnutzung-Boden-Wasser dar. Hier ergibt sich eine Querschnittsaufgabe in der Lehre, die (1) nur durch die Einbeziehung anderer Disziplinen bearbeitet werden kann und die (2) ein stark anwendungsbezogenen Charakter hat und sich damit sehr gut in die praxisnahe Ausbildung an der HSWT einfügt.