Neuer Kanzler der HSWT: Christian Klopfer im Interview
Seit dem 1. Oktober 2026 ist Christian Klopfer neuer Kanzler der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Der Diplom-Verwaltungswirt (FH) war seit 2020 Leiter der Finanzabteilung und Vertreter der bisherigen Kanzlerin Dr. Karla Sichelschmidt. Im Interview spricht er über seine Motivation für das neue Amt und seine Pläne für die Weiterentwicklung der HSWT.
Herr Klopfer, was hat Sie motiviert, das Amt des Kanzlers der HSWT zu übernehmen?
Christian Klopfer: Besonders wichtig ist mir, die strategische Weiterentwicklung der Hochschule aktiv mitzugestalten. Die HSWT verbindet Praxisnähe, wissenschaftliche Exzellenz und gesellschaftliche Verantwortung – vor allem in den Bereichen Lebenswissenschaften, Umwelt und Nachhaltigkeit. Diese Profilierung hat mich von Beginn an überzeugt.
Als Kanzler möchte ich die Rolle einer verbindenden Schnittstelle zwischen Verwaltung und Wissenschaft stärken. In diesem Aufgabenfeld liegt ein großer Gestaltungsraum, um Strukturen weiterzuentwickeln und optimale Rahmenbedingungen für Lehre, Forschung und Wissenstransfer zu schaffen. Angesichts wachsender Anforderungen an Hochschulen ist es notwendig, Verwaltungsprozesse zu modernisieren und die Organisation zukunftsorientiert auszurichten.
Wichtig ist mir auch dabei die Zusammenarbeit mit den Beschäftigten. Ihr Engagement, ihre Lösungsorientierung und ihr Zusammenhalt bilden eine hervorragende Grundlage für den weiteren Fortschritt der Hochschule.
Wo sehen Sie die größten Entwicklungspotenziale der Hochschule in den kommenden Jahren?
Die Potenziale liegen in mehreren eng verknüpften Handlungsfeldern. Ein zentraler Schwerpunkt ist die Weiterentwicklung von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. Moderne Technologien ermöglichen effizientere und serviceorientiertere Verwaltungsprozesse und eröffnen neue Perspektiven, die verantwortungsvoll genutzt werden müssen.
Große Bedeutung hat zudem die Internationalisierung. Ein vielfältiges und qualitativ hochwertiges internationales Studienangebot stärkt das Profil der HSWT und erhöht ihre Attraktivität. Strategische Partnerschaften mit Hochschulen weltweit schaffen neue Impulse für Lehre und Forschung. Ergänzend dazu tragen bedarfsgerechte Serviceangebote zu einem offenen und leistungsfähigen Hochschulumfeld bei.
Auch die Personalentwicklung bietet wichtige Ansatzpunkte. Die gezielte Förderung und Weiterqualifizierung von Mitarbeitenden, die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte sowie moderne Arbeitsbedingungen sind entscheidend, um zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden.
Nicht zuletzt ist eine strategische Ressourcensteuerung notwendig. Angesichts knapper werdender Mittel müssen vorhandene Ressourcen noch zielgerichteter und wirkungsorientierter eingesetzt werden, um Handlungsspielräume zu sichern.
Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit für Ihre strategische Ausrichtung?
Nachhaltigkeit ist ein zentraler Leitgedanke meiner Arbeit und fest im Selbstverständnis der HSWT verankert. Sie prägt Lehre, Forschung und Wissenstransfer und umfasst ökologische, ökonomische und soziale Dimensionen. Ziel ist es, diese Bereiche in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen und langfristig tragfähige Lösungen zu entwickeln.
Ein besonderes Anliegen ist es mir, Nachhaltigkeit noch stärker in allen Bereichen der Hochschule zu verankern – sowohl in der Weiterentwicklung von Studienangeboten und Forschungsaktivitäten als auch im eigenen Hochschulbetrieb. Dazu gehören ressourcenschonende Prozesse, eine nachhaltige Campusentwicklung und ein verantwortungsvoller Mitteleinsatz.