HSWT-Projekt HiT entwickelt Hitzeschutzmaßnahmen für Straubing und Umgebung

  • Datum: 25.03.2026
In einem Raum steht eine Gruppe von Personen vor einem Bildschirm, auf dem eine Präsentation gezeigt wird. Links im Bild ist ein Rollup aufgestellt.
© Otto Zellmer

Das Forschungsvorhaben untersucht Lösungen entlang eines Transekts von Geiselhöring, Straubing und Mitterfels, betrachtet Stadt-Land-Übergänge ganzheitlich und kombiniert soziale, ökologische und technische Maßnahmen, um Synergien zu schaffen.

Stadt und Land leiden gleichermaßen unter den Auswirkungen des Klimawandels – und stehen jeweils vor den gleichen Herausforderungen: Wärmeinseln, Gesundheitsprobleme und hohe Schutzkosten. Zusätzlich müssen ländliche Gebiete mit sinkenden landwirtschaftlichen Erträgen und Wassermangel kämpfen. Die aktuelle Forschung fokussiert sich überwiegend auf Großstädte und vernachlässigt den ländlichen Raum.

Mit dem Projekt „Hitze im Transekt – Herausforderungen und Lösungen in Stadt und Land (HiT)“ verfolgt das Forschungsteam der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf um Prof. Dr. Klaus Menrad (Projektleitung), Prof. Dr. Kristian Förster, Prof. Dr. Simone Linke und Prof. Dr. Bernhard Schauberger das Ziel, innovative Hitzeschutzmaßnahmen für Stadt- und ländliche Räume entlang eines Transekts zu entwickeln, um ökologische, soziale und wirtschaftliche Herausforderungen steigender Temperaturen ganzheitlich zu bewältigen. Straubing, als mittelgroße Stadt mit bereits bestehenden Hitzeschutzmaßnahmen, und der ländlich geprägte Landkreis Straubing-Bogen bieten ein geeignetes Pilotgebiet.

Berücksichtigung unterschiedlicher Lebensrealitäten

HiT betrachtet die Übergänge zwischen ländlichen und städtischen Strukturen, wodurch Synergien zwischen sozialen, ökologischen und technischen Anpassungsmaßnahmen geschaffen werden. Wichtige Zielgruppen sind hierbei die allgemeine Bevölkerung mit Blick auf das alltägliche Hitzeempfinden, der landwirtschaftliche Bereich mit Fokus auf die betriebliche und psychische Belastung durch Hitze sowie soziale Einrichtungen, wobei hier ein besonderes Augenmerk auf die Bewohnenden gelegt wird und wie der Hitzeschutz für diese verbessert werden kann. Ein weiteres Augenmerk des Projekts richtet sich auf die Gestaltung der hitzeangepassten Stadt- und Ortsentwicklung sowie auf den Zusammenhang von Wasserhaushalt und Hitze.

Beteiligung der Bevölkerung gewünscht

Um ein vollständiges Bild der aktuellen Lage zu erhalten und übertragbare Lösungen evaluieren zu können, arbeitet das Forschungsteam eng mit lokalen Akteurinnen und Akteuren zusammen. Neben Klima-Spaziergängen, allgemeinen Umfragen und Raum für Dialog sind viele weitere Aktionen für die Bevölkerung geplant. Interessierte können sich im Veranstaltungskalender der HSWT über geplante Veranstaltungen des HiT-Projekts informieren. Wer in der Region Straubing-Bogen lebt und sich über die angebotenen Aktionen hinaus am Projekt beteiligen möchte, kann sich direkt an das Forschungsteam wenden.

Projekt durch BMFTR gefördert

Das HiT-Projekt ist Teil des Programms „Forschung an HAW“ des Bundesministeriums für Forschung, Technik und Raumfahrt (BMFTR), in dessen Fokus anwendungsorientierte Forschung, praxisnahe Qualifizierung des Fachkräftenachwuchses und der Transfer der Forschungsergebnisse in die konkrete Anwendung steht. Das HSWT-Forschungsprojekt hat eine Laufzeit bis 28. Februar 2030 und wird mit einer Summe von 1,4 Millionen Euro durch das BMFTR gefördert. Darüber hinaus sind im Rahmen des HiT-Projekts vier Promotionen geplant.

Am 13. März trafen sich alle Projektpartnerinnen und Projektpartner am Standort Straubing zum Start des Forschungsprojekts. Inhalte des Kick-Off-Meetings waren die Vorstellung des Projekts und aller Beteiligten sowie der aktive Austausch über die Ziele und Vorgehensweisen im Projektverlauf.

Pressekontakt

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