Dies Academicus 2026: Preise für Forschung und Nachhaltigkeit
Bei ihrem alljährlichen Dies Academicus ehrte die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) am 18. Juni 2026, neben herausragenden Leistungen in Studium und Lehre, wieder ihre „Besten“ in den Bereichen Forschung und Nachhaltigkeit. Dieses Jahr wurde erstmals eine Gruppe der zehn forschungsstärkten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ausgezeichnet.
Sie haben im Jahr 2025 insgesamt 46 Prozent aller Drittmittel im Bereich Forschung eingeworben, 76 Publikationen veröffentlicht, 42 Promovierende betreut und mit 231 Partnern Projekte durchgeführt. Im Rahmen des Dies Academicus wurde die Gruppe der zehn forschungsstärksten Forschenden gewürdigt, die gemeinsam für rund 50 Prozent der eingeworbenen Forschungsmittel der HSWT verantwortlich sind.
Zu der Gruppe der zehn Forschungsleistungsträgerinnen und -trägern gehört:
- Bernhard Bauer, Professor für Pflanzenbau, Pflanzenschutz und Grünland (Campus Triesdorf)
- Dietrich Darr, Professor für nachhaltige und resiliente Farm- und Ernährungssysteme (Campus Triesdorf)
- Matthias Drösler, Professor für Vegetationsökologie (Campus Weihenstephan)
- Jörg Ewald, Professor für Botanik, Vegetationskunde und Gebirgsökosysteme (Campus Weihenstephan)
- Dominik Grimm, Professor für Bioinformatik (Standort Straubing)
- Dieter Lohr, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Pflanzenernährung (Campus Weihenstephan)
- Thomas Lötzbeyer, Professor für Chemie, Biochemie, Lebensmittelchemie (Campus Weihenstephan)
- Heike Mempel, Professorin für Technik im Gartenbau und Qualitätsmanagement (Campus Weihenstephan)
- Klaus Menrad, Professor für Marketing und nachwachsende Rohstoffe (Standort Straubing)
- Bernhard Schauberger, Professor für Agrarsysteme und Klimawandel (Campus Weihenstephan)
Nachhaltig forschen, lehren und arbeiten
Die Koordinierungsstelle Nachhaltigkeit und Klimawandel (KNK) vergab zum vierten Mal den Preis für nachhaltige Forschung. Prof. Dr. Sabine Grüner, Professorin für Verfahrenstechnik, Bioverfahrenstechnik und Bioreaktionstechnik am Campus Weihenstephan, überzeugte mit dem deutschlandweit einzigartigen Forschungsprojekt Plastic Worms – Biorieselbettreaktor zum Mikroplastikabbau. In Kooperation mit der Bayreuther Firma ZWT Wasser- und Abwassertechnik GmbH entwickelte das Forschungsteam einen neuen Biorieselbettreaktor, der Mikroplastik mithilfe von Pilzen, Bakterien, Mikroorganismen und Würmern ohne schädliche Rückstände abbauen kann.
Den Preis für nachhaltige Lehre erhielt Prof. Dr. Bernhard Gatternig, Professor für Verfahrenstechnik und Kreislaufwirtschaft am Campus Triesdorf. Besonders die konsequente Verknüpfung technischer Lehrinhalte mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit zeichnet Gatternigs Lehre aus, so die Begründung der Studierendenschaft, die diesen Preis vergibt. Ein Beispiel: Zwei praxisorientierte Lehrveranstaltungen integrierte er in das Forschungsprojekt HYDRANAT zur Entwicklung eines Verfahrens, das CO2 aus Abgasen effizient abtrennt und dauerhaft mineralisch bindet. Damit nehmen die Studierenden unmittelbar an realer Klimaforschung teil.
Für sein Engagement im EMAS-Team wurde Stefan Beyer mit dem Preis für Nachhaltigkeit in den Zentralen Services ausgezeichnet. Beyer ist Studiengangassistent für den Master Angewandte Agrarwissenschaften, Umweltbetriebsprüfer im EMAS-Audit-Team sowie Mitglied der Personalvertretung am Campus Triesdorf. Das EMAS-Team ist ein Arbeitsgremium bestehend aus engagierten Beschäftigten und Studierenden aller Abteilungen und Fakultäten der HSWT in Sachen Nachhaltigkeit. Mit seinem Einsatz sorgt Beyer dafür, dass das Umweltmanagementsystem EMAS im Hochschulalltag wirklich gelebt wird, würdigt das Umweltmanagement-Team der Hochschule.
Präsident Dr. Eric Veulliet: Lösungen für Herausforderungen unserer Zeit
„Die Geehrten verkörpern in besonderer Weise den Geist unserer Hochschule – Leidenschaft, Verantwortung und den Mut, neue Wege zu gehen“, betont Dr. Eric Veulliet, Präsident und Nachhaltigkeitsbeauftragter der HSWT. „Ihr Engagement trägt maßgeblich dazu bei, dass wir an der HSWT Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit entwickeln und damit einen nachhaltigen Beitrag für die Gesellschaft leisten.“
Gerne vermitteln wir Interviewtermine mit den Preisträgerinnen und -trägern.