Claim Hochschule Weihenstephan-Triesdorf - University of Applied Sciences
27.02.2019 | Fakultät Landschaftsarchitektur

Übergabe des Staffelstabs von Prof. Dr. Ulrich Kias an Prof. Dr. Olaf Schroth

Cristina Lenz

Festkolloquium 30 Jahre Landschaftsinformatik an der HSWT – Rückblick und Ausblick

Übergabe des Staffelstabes der Landschaftsinformatik
Blick ins Auditorium
Prof. Kias hält nochmals seinen Vorstellungsvortrag und zeigt das Anthos Heft, in dem dieser im Jahre 1987 veröffentlicht wurde

Gut geplant und vorbereitet hat Prof. Dr. Ulrich Kias nach 30 Jahren die Verantwortung im Rahmen eines Festaktes an der Fakultät Landschaftsarchitektur an seinen Nachfolger, Prof. Dr. Olaf Schroth, übergeben.
Das Festkolloquium zur Staffelstabübergabe verfolgten etwa 80 Kolleginnen und Kollegen, Familie, Freunde und Studierende. Im Anschluss daran wurden Kontakte und  Erinnerungen im Saletti aufgefrischt.

Abwechslungsreiche Ansprachen durch den Präsidenten der HSWT, Dr. Eric Veulliet, durch langjährige Wegbegleiter und Kollegen wie Prof. Fritz Auweck, Dr. Ruedi Haller, zukünftiger Direktor des Schweizerischen Nationalparks, ECLAS-Präsidentin Dr. Ellen Fetzer und Dekanin Prof. Dr. Cristina Lenz beleuchteten die berufliche Karriere aus unterschiedlichen Richtungen.

Prof. Kias selbst sorgte für fröhliche Unterhaltung schon dadurch, dass er exakt den Vortrag hielt, den er vor fast 32 Jahren bei seiner Bewerbung für die Professur Landschaftsinformatik (damals: Datenverarbeitung in der Landespflege) gehalten hatte. In gleicher Form, sogar mit derselben Krawatte und, wie damals üblich, mit Folien.
Die Zuhörer bekamen einen Eindruck, was sich alles in den 30 Jahren ereignet hat. Kias prophezeite schon damals, dass die Methoden in der Landschaftsinformatik sich von Grund auf ändern würden. „Die kleinen Computer“ würden Einzug halten und die Realität eines Computers auf jedem Schreibtisch war damals noch Zukunftsvision. An Smartphones und daran, dass man damit einmal genau das Gleiche wie mit großen Rechnern machen könne, dachte damals noch niemand.

Prof. Kias hat einige richtungsweisende Entwicklungen angestoßen, wie den Einsatz sog. „Pen-Computer“, eine Art Vorläufer der heutigen Tablets. Sie waren „geländetauglich“ und bei der Kartierung im Zuge der Flurbereinigung hilfreich. Auch holte Prof. Kias bereits in den 90er Jahren Drittmittel für angewandte Forschung und Entwicklung in Millionenhöhe ein, für Fachhochschulen war dies damals durchaus nicht selbstverständlich.

Nach der symbolischen Staffelstabübergabe und einem überleitenden Vortrag von Prof. Dr. Michael Roth von der Hochschule Nürtingen-Geislingen schätzte sich der Nachfolger Prof. Dr. Olaf Schroth glücklich, dass er schon seit September 2017 Gelegenheit habe, an der Fakultät tätig zu sein und mit Prof. Kias zusammenzuarbeiten und einen fließenden Übergang zu gestalten.

Als neuer Leiter der Landschaftsinformatik an der HSWT ging Prof. Schroth auf den Wandel der Technik und darauf ein, dass der „Desktop“ von einst mit den modernen Methoden der Datenverarbeitung nicht mehr viel zu tun habe. Einem wie ihm, dessen Forschungsinteresse dem Geodesign gelte, spiele das in die Karten, Schroth zufolge werden Handys für die Studenten immer wichtiger, weil sie damit auch draußen jederzeit Zugriff auf Daten aus dem Internet hätten. Gleichzeitig nehme die Menge und Vielfalt der verfügbaren Daten immer weiter zu. Eine der größten Herausforderungen stelle damit die Auswahl und Analyse dieser gewaltigen Datenmengen dar, um den Planungs- und Gestaltungsprozess nach bestem Wissen zu informieren.


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