Claim Hochschule Weihenstephan-Triesdorf - University of Applied Sciences

Weihenstephaner Hochschulforum Gartenbau

Jährliche Fachtagung für ehemalige Gartenbau-Studierende und alle Interessierten, inklusive Ehrenpreisverleihung und Alumni-Treffen

 

Das 7. Weihenstephaner Hochschulforum Gartenbau findet erst im Jahr 2021 statt

Fachliche Leitung: Prof. Dr. Dominikus Kittemann

 

 

 

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Rückblick auf das 6. Weihenstephaner Hochschulforum Gartenbau am 05.07.2019

 

"Nachhaltige Wertschöpfungsketten im Gartenbau"

Fachliche Leitung: Prof. Dr. Klaus Menrad

Nachhaltigkeit - ein hochaktuelles und vielschichtiges Thema. Das gilt auch für den Gartenbau, denn als leitendes Prinzip bei der Produktion und dem Konsum in den Wertschöpfungsketten des Gartenbaus gewinnt Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung. So widmete sich diesem Thema auch das 6. Weihenstephaner Hochschulforum Gartenbau, das am 5. Juli 2019 an der HSWT stattfand. Unter der fachlichen Leitung von Prof. Dr. Klaus Menrad befassten sich die Referierenden mit "Nachhaltigkeit", sowohl aus der Perspektive der aktuellen interdisziplinären Forschung an der HSWT, als auch aus Unternehmenssicht. Externe Expertinnen und Experten der REWE Group, der Landgard eG sowie der GreenSurvey GmbH hielten Vorträge und auch die Promovierenden des Graduiertenkollegs "Nachhaltige Wertschöpfungsketten bei Zierpflanzen" brachten sich mit Beiträgen ein.

Nachhaltigkeit aus Unternehmenssicht

Die REWE Group setze auf Transparenz sowie Zertifikate wie Fairtrade und PROPLANET, sagte Einkäufer Dipl.-Ing. (FH) Jan Neumann in seinem Vortrag zum Thema "Nachhaltigkeit bei Zierpflanzen". Seit 2015 gibt es beispielsweise Weihnachtssterne mit PROPLANET-Siegel zu kaufen. Da die Vielzahl der Label Kunden verwirren könnte, versucht die REWE Group, ihnen auch dadurch Sicherheit zu geben, indem sie ihren Fokus auf die Produktionsbedingungen richtet und Lieferanten zertifiziert. Marktforschung in grünen Branchen betreibt die GreenSurvey GmbH. Dr. Paul Lampert betonte in seinem Beitrag zum Thema "CO²-Bilanzierung von Zierpflanzen", dass der größte Emissionstreiber fossile Heizenergie sei. Die Klimabelastung bei regenerativer Wärme sei dagegen insgesamt moderat. Die Nachhaltigkeitsstrategie der Landgard eG stellte Dr. Svea Pacyna-Schürheck vor: Sie basiert auf vier Säulen: Grüne Produkte, Klima, Energie und Umwelt, Mitarbeiter sowie Gesellschaft. So lässt seit dem vergangenen Jahr ein Nachhaltigkeitssiegel ein zertifiziertes nachhaltiges Produkt bei Landgard auf den ersten Blick erkennen. Jedoch wies die Referentin auch darauf hin, dass Theorie und Praxis oftmals weit auseinanderliegen. Konsumenten befassten sich zwar zunehmend mit dem Thema Nachhaltigkeit, am Ende lande aber trotzdem noch viel zu oft die billigere Ware statt dem Fairtrade-Produkt im Einkaufswagen: "Die Moral endet am Regal."

Nachhaltigkeit aus wissenschaftlicher Perspektive

Nach den Vorträgen der drei externen Expertinnen und Experten beleuchteten die vier Doktorandinnen und Doktoranden des Graduiertenkollegs die Problematik aus wissenschaftlicher Perspektive, indem sie ihre Promotionsprojekte vorstellten. Mit ihrer Arbeit verfolgt M.Sc. Nirit Havardi-Burger das Ziel, Nachhaltigkeitskriterien für die Wertschöpfungskette blühender Topfpflanzen für den Absatzmarkt in Deutschland zu analysieren. Sie konnte folgendes Fazit ziehen: Zum einen werde Vermehrungsmaterial weltweit produziert, Jungpflanzen sowie Fertigware in Europa. Zum anderen sei die Wertschöpfungskette fragmentiert und damit die Koordination zwischen den Akteuren wichtig. Außerdem konnte die Doktorandin bestätigen, dass die Macht des Handels gegenüber den Produzenten hoch ist. Für Käufer von Zierpflanzen zählen vorwiegend soziale Nachhaltigkeitsaspekte, resümierte M.Sc. Daniel Berki-Kiss am Ende seines Vortrags: Der Verzicht auf Kinderarbeit und das Einhalten fairer Arbeitsbedingungen seien den Konsumenten besonders wichtig. Was ökologische Werte angeht, sei ihnen Ressourcenschonung und Plastikeinsparung ein Anliegen. Direkt bei den Produktionsbedingungen setzte M.Sc. Daniel Hauck in seinem Beitrag zum Thema "Sekundärphosphate als innovative P-Dünger - Wunschdenken oder Chance?" an. Auf der Basis seiner Forschungen kam er zu dem Schluss, dass Fällungsprodukte meist eine vergleichbare P-Düngewirkung wie wasserlösliche P-Dünger haben, thermisch behandelte Produkte auf Klärschlammbasis oft eine deutlich verminderte Wirkung und thermo-chemisch aufgeschlossene Produkte eine sehr variable P-Düngewirkung. Mit dem städtebaulichen Thema "Devise Trockenheitstoleranz. Über die Konsequenzen einer angepassten Arten- und Sortenwahl für die Kühlleistung von Straßenbäumen" beschäftigte sich M.Sc. Laura Stratopoulos. Sie kam zu dem Schluss, dass Blattflächendichte und Kronendimensionen bedeutendste Einflussparameter für die Höhe der Kühlleistungen von Bäumen sind.

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Gruppenbild mit einigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des 6. Weihenstephaner Hochschulforums Gartenbau am 5.Juli 2019 an der HSWT.
Gruppenbild mit einigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des 6. Weihenstephaner Hochschulforums Gartenbau am 5.Juli 2019 an der HSWT.
Externe Experten, Promovierende und Betreuer, Ehrenpreisträger und Laudator sowie Verantwortliche des Hochschulforums Gartenbau.
Externe Experten, Promovierende und Betreuer, Ehrenpreisträger und Laudator sowie Verantwortliche des Hochschulforums Gartenbau.

Ehrenpreisverleihung

Das Weihenstephaner Hochschulforum Gartenbau bildet einen würdigen Rahmen für die Verleihung des Ehrenpreises des Verbandes Weihenstephaner Ingenieure im Bereich des Gartenbaus. Seit 1958 zeichnet der Absolventen-Verband jährlich je eine Persönlichkeit aus dem Bereich Gartenbau und dem Bereich Landschaftsarchitektur aus, die sich um die Hochschule besonders verdient gemacht, bzw. sich im Berufsstand besonders ausgezeichnet hat.

2019: Verleihung an Dipl.-Ing. agr. Markus Baumgärtner durch die 1. Vorsitzende Katrin Kell.
2019: Verleihung an Dipl.-Ing. agr. Markus Baumgärtner durch die 1. Vorsitzende Katrin Kell.
2018: Verleihung an Dipl.-Ing. (FH) Torsten Mundus durch die 1. Vorsitzende Katrin Kell und Laudator Prof. Dr. Georg Ohmayer.
2018: Verleihung an Dipl.-Ing. (FH) Torsten Mundus durch die 1. Vorsitzende Katrin Kell und Laudator Prof. Dr. Georg Ohmayer.
2017: Laudator Roland Albert (Präsident des BGV), Katrin Kell (1. Vorsitzende des Verbands der Weihenstephaner Ingenieure) und Preisträger Dipl.-Ing. (FH) Christian Prentl (v.l.n.r.).
2017: Laudator Roland Albert (Präsident des BGV), Katrin Kell (1. Vorsitzende des Verbands der Weihenstephaner Ingenieure) und Preisträger Dipl.-Ing. (FH) Christian Prentl (v.l.n.r.).
2016: Auszeichnung von Dipl. Ing. (FH) Thomas Will durch die 1. Vorsitzende Katrin Kell.
2016: Auszeichnung von Dipl. Ing. (FH) Thomas Will durch die 1. Vorsitzende Katrin Kell.
2015: Auszeichnung von Dipl. Ing. agr. Reinhard Kindler durch die 1. Vorsitzende Katrin Kell (rechts) und die 2. Vorsitzende Magdalena Wolf.
2015: Auszeichnung von Dipl. Ing. agr. Reinhard Kindler durch die 1. Vorsitzende Katrin Kell (rechts) und die 2. Vorsitzende Magdalena Wolf.
2014: Auszeichnung von Prof. Dr. Andreas Ulbrich durch die 1. Vorsitzende Katrin Kell.
2014: Auszeichnung von Prof. Dr. Andreas Ulbrich durch die 1. Vorsitzende Katrin Kell.

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Alumni-Treffen

Am Abend des Hochschulforums laden wir alle ehemaligen Gartenbau-Studierenden unserer Fakultät zum jährlichen Alumni-Treffen ein. In geselliger Runde können wir in Erinnerungen schwelgen und Neuigkeiten austauschen.

 

 

Eindrücke von vergangenen Alumni-Treffen:

Wer über das nächste Weihenstephaner Hochschulforum Gartenbau sowie über alle Veranstaltungen der Fakultät informiert werden möchte, kann sich im Alumni-Portal der Hochschule anmelden und das entsprechende Abonnement bestellen.

 

 

Rückblick auf das 5. Weihenstephaner Hochschulforum Gartenbau am 29.06.2018

 

"Gartenbauliche Pflanzenzüchtung - von Mendel bis zur Gen-Schere"

Fachliche Leitung: Prof. Dr. Bernhard Hauser

Züchtung und Sortenentwicklung unterscheiden sich in den gartenbaulichen Sparten. Während eine neue Zierpflanzensorte oft nur fünf Jahre bis zur Marktreife benötigt, nimmt die Züchtungsarbeit an einer Baumobstsorte auch 20 oder mehr Jahre in Anspruch. Auch die Herangehensweise differiert vom Einsatz moderner Techniken in der Genomik (CRISPR/Cas) bis hin zur Züchtung entsprechend den Anforderungen des ökologischen Landbaus. So befasste sich das 5. Weihenstephaner Hochschulforum Gartenbau, das am 29. Juni 2018 and der HSWT stattfand und von Prof. Dr. Bernhard Hauser geleitet wurde, mit dem Thema "Gartenbauliche Pflanzenzüchtung - von Mendel bis zur Gen-Schere".

Zierpflanzenzüchtung sei immer "trendy", sagte Dr. Johannes Nebelmeir, Lazzeri Società Agricola A R.L., Meran. Er unterschied dabei nach Mode (kurzfristige Strömung), Trends (mittelfristig) und Megatrends (stabile, langfristige Transformationsprozesse). Diese gilt es im Vorfeld zu erahnen, um den Wünschen der Käufer der neuen Produkte zu entsprechen. Etwas Besseres zu schaffen als das, was es schon gibt, sieht Dr. Michael Neumüller, Bayerisches Obstzentrum GmbH & Co. KG, als Antrieb für seine Obstzüchtungen. Da es 30 Jahre bis zur Markteinführung einer Kernobstsorte dauern kann, braucht es Visionen und ein breit gefächertes Spektrum, um den Geschmack zu treffen. Auf einen wissenschaftlichen Exkurs in die hochmodernen Techniken der Genomveränderung nahm Dr. Frank Dunemann, Julius Kühn-Institut Quedlinburg (Sachsen-Anhalt), die Teilnehmenden mit. Mutationen werden nicht mehr dem Zufall überlassen, sondern zielgerichtet erzeugt. Bei der Frage, ob eine Technik wie CRISPR/Cas unter "Gentechnik" fällt, war seine Antwort: "Ja und Nein". Einen völlig anderen Ansatz präsentierte Julian Jacobs, Gärtnerei Obergrashof OHG bei Dachau. Bei der ökologischen Züchtung steht die Kulturpflanze in einem größeren Zusammenhang und wird als eigenständiges Mitwesen gesehen und behandelt.
Torsten Mundus, SelectaOne Stuttgart, wurde von der 1. Vorsitzenden Katrin Kell mit dem gartenbaulichen Ehrenpreis des Verbands Weihenstephaner Ingenieure ausgezeichnet. Die Laudatio für den Preisträger hielt Dr. Georg Ohmayer, ehemaliger Professor für Mathematik, Statistik und EDV an der HSWT. Bei seinem Festvortrag erläuterte Mundus den Weg neuer Sorten zum Kunden und nahm die Anwesenden mit auf eine Reise nach Afrika und sein ehrenamtliches Engagement dort.

Eine Führung durch das Institut für Gartenbau beleuchtete die Themen Pflanzenzüchtung in der Lehre. Bekannte Zierpflanzenzüchter präsentierten dabei ihre gelungenen Neuzüchtungen.
Das Alumni-Treffen am Abend bot wie jedes Jahr ehemaligen Gartenbau-Studierenden Gelegenheit zum Networking und persönlichen Austausch.

 

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Führung am Institut für Gartenbau.
Führung am Institut für Gartenbau.
Fachlicher Leiter und Referenten: Prof. Dr. Bernhard Hauser (2.v.l.) mit Dr. Frank Dunemann, Dr. Michael Neumüller, Dr. Johannes Nebelmeir und Julian Jacobs (v.l.).
Fachlicher Leiter und Referenten: Prof. Dr. Bernhard Hauser (2.v.l.) mit Dr. Frank Dunemann, Dr. Michael Neumüller, Dr. Johannes Nebelmeir und Julian Jacobs (v.l.).

Rückblick auf das 4. Weihenstephaner Hochschulforum Gartenbau am 30. Juni 2017

 

"STAUDEN - GÄRTNEREI - ZUKUNFT?"

Fachliche Leitung: Prof. Dr. Bernd Hertle

Das diesjährige Fachforum stellte sich der Herausforderung, den aktuellen Staudenmarkt aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten und einen Ausblick in die Zukunft zu wagen. Einleitend verdeutlichte Prof. Dr. Bernd Hertle, fachlicher Leiter des Weihenstephaner Hochschulforums Gartenbau 2017, das am 30. Juni an der HSWT stattfand, dass Stauden längst nicht mehr nur in Staudengärtnereien kultiviert, sondern in großem Stil in Zierpflanzengärtnereien produziert werden. Eine klare Abgrenzung zwischen dauerhaften Gartenstauden und saisonalen Dekorationsstauden erscheint kaum mehr möglich. Bei einem nahezu stagnierenden Marktvolumen wird diese Entwicklung von den vier Referenten naturgemäß unterschiedlich beurteilt.

Wilhelm Baum berichtete vom kontinuierlichen Wachstum seines Unternehmens Baum Gartenbau. Im milden Klima des Düsseldorfer Rheinbogens werden auf einer Fläche von rund 35 Fußballfeldern blühende Pflanzen produziert und hauptsächlich über Discounter und den Lebensmitteleinzelhandel vermarktet. Stauden sind für sein Unternehmen genauso Zierpflanzen wie Einjährige und auch Gehölze. Tellergroße Hibiskusblüten und ungewöhnlich gemusterte Blattschmuckstauden durch raffinierte Artenkreuzungen - über neue Trends und Züchtungsmöglichkeiten in den Staudensortimenten sprach Garry Grüber und veranschaulichte seinen Vortrag mit farbenprächtigen Bildern. Er ist seit 30 Jahren in der Produktentwicklung der Firma Cultivaris GmbH tätig. 3000 verschiedene Arten und Sorten von Stauden werden in der Bioland-Staudengärtnerei Gaißmayer in Illertissen bei Ulm kultiviert. Dieter Gaißmayer verwies eindringlich darauf, dass es in der Produktion und selbstverständlich auch im Umgang mit Kunden Ehrlichkeit und eines beruflichen Ethos bedürfe, was gut ausgebildete Mitarbeiter voraussetze. Derzeitige Trends wie Kiesschüttungen in den Vorgärten oder massive Abgrenzung durch Gabionen seien auch Folge gärtnerischen Fehlverhaltens, so der Referent. Dem Thema "Betriebsübernahme - und dann? Chancen und Risiken für indirekt absetzende Staudenbetriebe" stellte sich Christoph Hokema. Vor kurzem hat er den elterlichen Betrieb übernommen und führt die Staudengärtnerei Fehrle in Schwäbisch Gmünd jetzt in der 7. Generation. In seinem Ausblick auf die weitere Entwicklung des Unternehmens ging er auch auf Fragen der betrieblichen Ausrichtung ein. In einer offenen Art und Weise verknüpfte er diese Fragestellungen mit Gedanken über seine persönlichen Lebensziele.

Die Technische Leiterin der Weihenstephaner Gärten, Dipl.-Ing. Ulrike Leyhe, und Prof. Hertle führten am Nachmittag durch den Sichtungsgarten. Sie stellten aktuelle Versuche vor und erläuterten neue sowie vertraute Pflanzungen.

 

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Begrüßte die Teilnehmenden: Prof. Dr. Bernd Hertle, fachlicher Leiter des 4. Weihenstephaner Hochschulforums Gartenbau.
Begrüßte die Teilnehmenden: Prof. Dr. Bernd Hertle, fachlicher Leiter des 4. Weihenstephaner Hochschulforums Gartenbau.
Im Gespräch: BGV-Präsident Roland Albert (links) und Prof. Dr. Volker Henning.
Im Gespräch: BGV-Präsident Roland Albert (links) und Prof. Dr. Volker Henning.

Rückblick auf das 3. Weihenstephaner Hochschulforum Gartenbau am 24. Juni 2016

 

"Kultursubstrate und Blumenerden im Spannungsfeld zwischen Kultursicherheit, Ökologie und Ökonomie"

Fachliche Leitung: Prof. Dr. Elke Meinken

Mit der Suche und Prüfung von innovativen Substratausgangsstoffen beschäftigt sich die Forschungsfachgruppe Pflanzenernährung unter der Leitung von Professor Dr. Elke Meinken, fachliche Leiterin des 3. Weihenstephaner Hochschulforums am 24. Juni 2016, am Institut für Gartenbau der HSWT seit vielen Jahren. Prof. Meinken hat die wissenschaftliche Leitung der Fachgruppe inne und ist in der Lehre in den Fachbereichen Pflanzenernährung und Bodenkunde tätig. In ihrem Fachvortrag ging sie auf Versuchsergebnisse zu Siebrückständen aus der Faserhanfaufbereitung und karbonisierter Biomasse als Substratbestandteil ein. Seit Wiederentdeckung der fruchtbaren "Terra Preta"-Böden Amazoniens rückt die Karbonisierung von Biomassen zunehmend in den Fokus. Während aber Hanffasern ein hohes Potential als Substratausgangsstoff aufwiesen und als nachwachsender Rohstoff aus heimischem Anbau auch in einer Ökobilanzierung gut abschneiden sollten, sind die bisherigen Ergebnisse insbesondere zur hydrothermal karbonisierten Reststoffen (HTC) eher ernüchternd. Mit der Verfügbarkeit des Rohstoffes Torf beschäftigte sich Dr. Arne B. Hückstädt vom Industrieverband Garten (IVG) e.V.. Gerald Schmilewski, International Peatland Society - IPS, plädierte in seinem Vortrag für eine ganzheitliche Betrachtung bei der Bewertung von Substratausgangsstoffen. Lea Eymann vom Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) stellte eine aktuelle Studie zur Ökobilanzierung von Substratausgangsstoffen vor. Sie zeigte, dass der Ersatz von Torf in Kultursubstraten und Blumenerden ein erhebliches Potential zur Reduktion der Umweltauswirkungen hat. Aus der Arbeit an der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau (LVG) in Hannover-Ahlem berichtete Michael Emmel.

Am Nachmittag nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, eine umfangreiche Demonstrationsschau in den Gewächshäusern der Fachgruppe Pflanzenernährung zu besichtigen. Insgesamt fünf Versuchsanstellungen und -demonstrationen wurden dabei dem interessierten Fachpublikum präsentiert.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie im Newsletter GL.NEWSGREEN 2/2016.

 

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Führung am Institut für Gartenbau.
Führung am Institut für Gartenbau.
Führung durch die Gewächshäuser der Fachgruppe Pflanzenernährung mit Prof. Dr. Elke Meinken, der fachlichen Leitung des 3. Hochschulforums.
Führung durch die Gewächshäuser der Fachgruppe Pflanzenernährung mit Prof. Dr. Elke Meinken, der fachlichen Leitung des 3. Hochschulforums.

Rückblick auf das 2. Weihenstephaner Hochschulforum Gartenbau am 3. Juli 2015

 

"Future Technologies in Greenhouses"

Fachliche Leitung: Prof. Dr. Heike Mempel

Im Mittelpunkt des Hochschulforums Gartenbau, das 2015 zum zweiten Mal an der HSWT stattfand und dessen fachliche Leitung Prof. Dr. Heike Mempel übernommen hatte, standen aktuelle Ergebnisse der LED-Forschung und Entwicklungsperspektiven des Urbanen Gartenbaus. Licht ist ein entscheidender Wachstumsfaktor für gutes Pflanzenwachstum. Mit LEDs kann das Spektrum frei gewählt werden. Zudem entsteht keine Wärmestrahlung. Daher eröffnen sich neue Möglichkeiten, die die Natrium-Hochdrucklampen nicht bieten. Allerdings besteht noch Forschungsbedarf zum optimalen Einsatz.

Forschungsergebnisse über den Aspekt "Einfluss von LED-Belichtung auf die Morphologie von Zierpflanzen" vermittelte Dr. Karl-Johan Bergstrand von der Swedish University of Agricultural Sciences, Alnarp. Bei der Suche nach Ersatz für chemische Wachstumsregulatoren ist Licht ein neues Werkzeug. Variationen sind dabei zum Beispiel die Photoperiode, die Steuerung der Lichtintensität, sowie insbesondere die Auswahl des Lichtspektrums. Dem "Einfluss von Licht auf die Bewurzelung von Stecklingen" widmete sich Dr. Thomas Schwend, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Die Bewurzelung eines Stecklings ist der erste wichtige Schritt in der Produktion. Versuche mit Poinsettien ergaben signifikante Unterschiede, beispielsweise bei Anzahl der bewurzelten Stecklinge, der Anzahl der Wurzeln sowie dem Wurzelgewicht, je nachdem, welches Lichtspektrum appliziert wurde. Über "Technische Herausforderungen im urbanen Gartenbau" berichtete MSc Tom Zöllner, Zürich. Er stellte das System Aquaponic vor, bei dem in einem geschlossenen Wasser- und Nährstoffkreislauf Fische und Gemüse produziert werden. Die Ausscheidungen der Fische decken 60 Prozent des Nährstoffbedarfs der Pflanzen. Eine Besonderheit dieses Systems ist, dass der Anbau bevorzugt in den Städten, also nahe beim Verbraucher, stattfindet. Damit wird bei beiden Produkten Frische gewährleistet.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie im Newsletter GL.NEWSGREEN 2/2015.

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Begrüßung durch Dekan Prof. Dr. Stefan Krusche und Prof. Dr. Heike Mempel, der fachlichen Leitung des 2. Hochschulforums.
Begrüßung durch Dekan Prof. Dr. Stefan Krusche und Prof. Dr. Heike Mempel, der fachlichen Leitung des 2. Hochschulforums.
Dem Thema "Einfluss von Licht auf die Bewurzelung von Stecklingen" widmete Dr. Thomas Schwend (HSWT) seinen Beitrag.
Dem Thema "Einfluss von Licht auf die Bewurzelung von Stecklingen" widmete Dr. Thomas Schwend (HSWT) seinen Beitrag.

Rückblick auf das 1. Weihenstephaner Hochschulforum Gartenbau am 27. Juni 2014

 

"Nachhaltigkeit im Gartenbau - Chancen, Risiken, Realitäten"

Fachliche Leitung: Prof. Dr. Klaus Menrad

Ein neues Veranstaltungsformat wurde 2014 an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) eingeführt: das Weihenstephaner Hochschulforum Gartenbau."Nachhaltigkeit im Gartenbau - Chancen, Risiken, Realitäten" - zu diesem Thema fand das erste Hochschulforum Gartenbau unter der fachlichen Leitung von Prof. Dr. Klaus Menrad am 27. Juni an der HSWT statt.

Prof. Dr. Vera Bitsch von der Technischen Universität München eröffnete die Reihe der Vorträge mit Perspektiven zur Nachhaltigkeit. Sie grenzte in ihrem Vortrag nicht nur den Begriff ab, sondern stellte auch einige Bewertungssysteme zur Nachhaltigkeit dar. Im zweiten Vortrag befassten sich Paul Lampert und Dr. Agnes Klein von der HSWT mit dem ökologischen Fußabdruck (Product Carbon Footprint – PCF) und Verwendungsmöglichkeiten im Gartenbau. Mit Spannung erwartet wurde der Vortrag von Katharina Schwab von FairTrade Deutschland. Sie erläuterte, dass faire Rosen ein enormes Marktwachstum aufweisen, was nicht nur die Menschen in den Produktionsländern, sondern auch der Einzelhandel in Deutschland positiv sehen würden. Katharina Schwab zeigte auf, dass das FairTrade-Konzept möglicherweise auch auf Beet- und Balkonjungpflanzen Anwendung finden könnte. Rupert Fey von der PlusPlants GmbH stellte im Anschluss eine Gruppe von Gärtnern vor, die sich intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzt. Überdurchschnittliche Treibhausgasreduktion durch alternative Energieträger, Öko-Strom und wassersparende Kulturtechniken - vor allem in der ökologischen Nachhaltigkeit können die PlusPlants-Gärtner punkten. Zuletzt beleuchtete Andreas Gabriel die ökonomische Nachhaltigkeit anhand des Preiswissens der Konsumenten im Zierpflanzenbau. Er verdeutlichte, dass der Konsument sehr wenig über die tatsächlichen Preise von Zierpflanzen weiß; ein Drehen an der Preisschraube ist folglich für eine ökologisch nachhaltige Produktion auch bei Eckartikeln durchaus eine Option.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie im Newsletter GL.NEWSGREEN 2/2014.

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Über "Perspektiven zur Nachhaltigkeit" sprach Prof. Dr. Vera Bitsch (TUM).
Über "Perspektiven zur Nachhaltigkeit" sprach Prof. Dr. Vera Bitsch (TUM).
Blumen gab es für die Referenten, hier Dr. Agnes Klein und Paul Lampert (beide HSWT).
Blumen gab es für die Referenten, hier Dr. Agnes Klein und Paul Lampert (beide HSWT).

Kontakt

Ansprechpartner

 

Die Veranstaltung wird maßgeblich unterstützt vom

Verband Weihenstephaner Ingenieure e.V. (Gartenbau, Landschaftsarchitektur)