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Strand-Berufskraut - Erigeron glaucus

Herkunft und Botanik

  • Erigeron glaucus
  • Deutscher Name: Strand-Berufskraut, Küsten-Feinstrahlaster, Dünen-Feinstrahlaster
  • Geselligkeitsstufe: 3 - 4
  • Allgemeines: Die Arten der Gattung Erigeron sehen den echter Astern (Familie Asteraceae) zum Verwechseln ähnlich, nur dass die Randblüten der Körbchenblüte feiner bzw. dünner ausgeformt sind. Diese Feinstrahlaster ist eine interessante Pflanze für sehr spezielle Wuchsorte. Für den normalen Garten kaum geeignet.
  • Verbreitung: Von den Küsten und Klippen Kaliforniens bis ins nördliche Oregon mit Vorliebe an sandigen Ufern, in Dünen und Salzmarschen gemeinsam mit Mesembryanthemum-Arten. Gelegentlich mit lichten Monterey-Kiefern vergesellschaftet. Im westlichen Europa in Küstengebieten verwildert. 

Eigenschaften und Anforderungen

  • vollsonnig, schattenunverträglich
  • warm bis kühl gemäßigte Lagen
  • durchschnittlich frosthart bis frostempfindlich, windliebend
  • trockene bis frische, sandig-kiesige Böden mit gutem Wasserabzug, prinzipiell humusarm und nur mäßig nährstoffhaltig
  • verträgt Salz und Salzgischt, pH-Wert 5-7
  • Stadtklima vertragend
  • nicht trittfest
Erigeron glaucus
Erigeron glaucus
Erigeron glaucus
Erigeron glaucus

Wuchs

  • anfänglich breit polsterförmig, dann dank kurzer Ausläufer und reichlicher Samenbildung zu eindrucksvollen Matten heranwachsend
  • gedrungene aufrechte Triebe, in nährstoffreichen Substraten auseinander fallend mit dauerhaft schlampigem Aussehen
  • Höhe 10 - 30 (40) cm
  • Breite 40 - 50 cm

Blatt

  • wintergrün, manchmal immergrün
  • lanzettlich bis schmal löffelförmig, fühlt sich fleischig-sukkulent bis ledrig an
  • samtig behaart, graublau bis matt dunkelgrün

Blüte

  • astern- oder margeritenähnliche Körbchenblüten, 2 - 4 auch 6 cm Durchmesser möglich
  • variabel in der Blütenfarbe, von lavendelfarben, silbrig rosa bis hell violett
  • Blütezeit von Ende Mai bis Ende Juni mit Nachblüte im August bis Oktober

Verwendung

  • Standortspezialist für Strand-, Sand- und Kiesgärten oder auch Steppengärten
  • harmoniert mit Meerkohl (Crambe maritima), Strandnelken (Armeria maritima) oder Strandflieder (Limonium latifolium)
  • wird gerne von Schmetterlingen angenommen
  • für normale, gut versorgte Staudenbeete weniger geeignet, da oft niederliegend oder nach nassen Wintern verfaulend
  • Pflanzdichte 9 - 12 Stück/m²

Pflanzenmanagement

  • radikaler, maschineller Rückschnitt nach der Erstblüte Ende Juni fördert eine ansprechende Nachblüte bis in den Herbst
  • möglichst nicht Wässern und Düngen
  • gegen Ende der Vegetationsperiode oder im zeitigen Frühjahr lohnt sich ein Rückschnitt, um wieder saubere Flächen zu erzielen.

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Infodienst Weihenstephan - Oktober 2015

Bodendecker im Portrait

Verfasser/in

Prof. Dr. Peter Kiermeier

Hinweis

Dieser Beitrag ist Teil einer Serie zum Thema "Bodendecker im Portrait" Er ist zuerst in der Fachzeitschrift Deutsche Baumschule, Nr. 03/2014, erschienen. Wir danken der Redaktion Deutsche Baumschule für ihre Zustimmung zur Veröffentlichung im "Infodienst Weihenstephan".