Empowering Sustainable Futures: Climate Adaptation and Renewable Energy in International Collaboration
Seit über drei Jahrzehnten engagiert sich die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) aktiv in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Durch Partnerschaften mit Hochschulen weltweit, darunter die Universität von Guadalajara (UdG), hat die HSWT zahlreiche gemeinsame Projekte mit Schwerpunkt auf angewandter Agrar- und Umwelttechnik entwickelt und umgesetzt. Beide Einrichtungen bringen einzigartiges Fachwissen in den Bereichen nachhaltige Landwirtschaft, Umwelttechnik und Geoinformatik ein und setzen sich für die Förderung des grenzüberschreitenden Wissensaustauschs ein.
Hintergrund
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht die Überzeugung, dass die Sicherung der Lebensgrundlagen und die Verbesserung der Einkommenssituation – insbesondere in den DAC-Ländern (Development Assistance Committee) – praxisorientierte Aus- und Weiterbildung erfordern. Die Fakultäten für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelttechnik der HSWT verfügen über fundiertes Fachwissen in den Bereichen Ressourcenschonung, Umwelttechnik, Datenwissenschaft, Landschaftsanalyse und Modellierung. Die Universität von Guadalajara (UdG), eine der bedeutendsten Hochschulen Mexikos, engagiert sich seit langem für nachhaltige Entwicklung und soziale Verantwortung. Innerhalb ihres Universitätsnetzwerks spielt das Centro Universitario de Tonalá (CUTonalá) eine strategische Rolle bei der Förderung von Nachhaltigkeit und angewandter Forschung mit starker regionaler und globaler Wirkung. Das CUTonalá verbindet Bildung, Forschung und Innovation in Bereichen wie Wasser-, Energie- und Umweltmanagement und fördert dabei die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Die Struktur und der akademische Schwerpunkt beider Universitäten, HSWT und UdG, passen hervorragend zum Alumni-Seminar in Kombination mit den Messebesuchen der Intersolar Mexico 2026, die gemeinsam mit den Messen The Green Expo und Aquatech Mexico im September 2026 stattfinden.
Vorgehensweise
Gemeinsam werden die HSWT und die UdG zum SDG-Alumni-Projekt „Intersolar Mexico 2026“ beitragen, einer Seminarreihe, die sich mit zwei entscheidenden globalen Herausforderungen befasst: der Anpassung an den Klimawandel und dem dringenden Bedarf an erneuerbaren Energien in Entwicklungsländern. Das Seminar an der UdG bietet eine Mischung aus theoretischen Lerneinheiten, interaktiven Diskussionen, praktischen Workshops und Exkursionen. Die Teilnehmenden werden sich mit den Auswirkungen des Klimawandels, der Anpassung daran sowie der nachhaltigen Ressourcenbewirtschaftung auseinandersetzen und dabei auch die zunehmenden Konflikte um die Landnutzung berücksichtigen. Neben der Klimaanpassung wird sich das Seminar mit dem dringenden Bedarf an erneuerbaren Energien in Entwicklungsländern befassen. Angesichts von 1,4 Milliarden Menschen ohne Zugang zu Elektrizität, von denen 85 % in ländlichen Gebieten leben, stellt Energiearmut nach wie vor ein großes Entwicklungshindernis dar.
Der Workshop wird sich mit Anwendungen von Solarenergie und erneuerbaren Energien in Mexiko befassen. Außerdem werden der Ansatz der Kreislaufwirtschaft mit der Verwertung von Reststoffen sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien in Entwicklungsländern untersucht. Die Alumni werden ihre aktuellen Forschungsergebnisse im Rahmen eines „Innovation Café“ vorstellen, und es wird eine Podiumsdiskussion mit lokalen Akteuren zu den Herausforderungen der DAC-Länder bei der Klimaanpassung organisiert. Zu den Exkursionen gehören Besuche von Boden- und Wasserschutzprojekten in Mexiko, die den Teilnehmenden direkte Einblicke in lokale landwirtschaftliche Praktiken vermitteln. Bei dem Besuch von Plantagen der Agave tequilana Weber und eines agroindustriellen Unternehmens zur Tequila-Verarbeitung wird die Bedeutung dieser Kulturpflanze für die Region, ihre wirtschaftliche Entwicklung und ihren untrennbaren Zusammenhang mit einer nachhaltigen Wasserwirtschaft, Energieeffizienz in der agroindustriellen Produktion sowie deren bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel hervorgehoben.
Diese Erfahrungen werden den Dialog zwischen Landwirten, Experten und Vertretern der Verwaltung über praktische Lösungen für Bodenverbesserung, Erosionsschutz und Wasserspeicherung fördern. Die gemeinsamen Bemühungen der HSWT und der UdG spiegeln diese Dynamik wider und zielen darauf ab, junge Fachkräfte und SDG-Alumni mit den Fähigkeiten und dem Wissen auszustatten, die erforderlich sind, um in ihren Regionen den Übergang zu mehr Nachhaltigkeit voranzutreiben.
Ziel
Durch die Verbindung von akademischer Expertise und praktischer Ausbildung stärkt das SDG-Alumni-Projekt das internationale Profil beider Universitäten und unterstützt weltweite Bemühungen zum Aufbau widerstandsfähiger Agrarsysteme und Lösungen für saubere Energie. Durch Zusammenarbeit, Innovation und Bildung tragen die HSWT und die UdG dazu bei, eine nachhaltigere Zukunft für ländliche Gemeinden weltweit zu gestalten.