KI-unterstütztes Lösen ingenieurwissenschaftlicher Fragestellungen (KIuLiF)
In dem Kurs der virtuellen Hochschule Bayern (vhb) „KI-unterstütztes Lösen ingenieurwissenschaftlicher Fragestellungen“ erwerben Studierende zentrale Kompetenzen im Umgang mit modernen KI-Werkzeugen zur praxisorientierten Lösung ingenieurwissenschaftlicher Probleme. Sie entwickeln digitale, analytische und interdisziplinäre Kompetenzen, um technische Herausforderungen praxisnah und zukunftsorientiert mit KI-Unterstützung zu bewältigen. Aber auch eine kritische Reflexion über die Einsatzmöglichkeiten, Grenzen und Risiken KI-basierter Lösungen wird vermittelt.
Sonderförderung „KI-Kompetenzen im Studium“ der virtuellen Hochschule Bayern
Die vhb ist eine Verbundeinrichtung zur Stärkung der hochschulübergreifenden digitalen Lehre. In diesem Verbund sind alle bayerischen staatlichen und staatlich anerkannten Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie vier Kunsthochschulen partnerschaftlich organisiert.
Alle Hochschulen sind aktuell gefordert, einen grundlegenden Kompetenzaufbau bzgl. der Nutzung von KI im Studium zu leisten. Die Sonderförderrunde hat das Ziel, mit entsprechenden Lehrveranstaltungen ähnlich einer Einführung in wissenschaftliches Arbeiten ein notwendiges Fundament für Studium und Wissenschaft im digitalen Zeitalter zu vermitteln. Grundlagenveranstaltungen zum Thema „KI-Kompetenzen“ leisten einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung des digitalen Wandels in der Gesellschaft und der Herausforderungen rund um das Thema Künstliche Intelligenz.
Hintergrund
Die fortschreitende Entwicklung der KI stellt einen Paradigmenwechsel für zahlreiche Wissenschafts- und Wirtschaftsdisziplinen dar. Insbesondere in den Ingenieurwissenschaften eröffnen sich durch KI völlig neue Möglichkeiten, die von der datengetriebenen Prozessoptimierung über die automatisierte Code-Erstellung bis hin zur Simulation komplexer Systeme reichen. Um die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Bayern nachhaltig zu sichern, ist es essenziell, (zukünftige) Ingenieurinnen und Ingenieure mit den notwendigen KI-Kompetenzen auszustatten. Derzeit klafft jedoch eine Lücke zwischen dem exzellenten ingenieurwissenschaftlichen Fachwissen und der Fähigkeit, moderne KI-Tools als interdisziplinären Problemlösungsagenten effektiv und kritisch zu nutzen.
Ziel
Der geplante CLASSIC vhb-Kurs „KI-unterstütztes Lösen ingenieurwissenschaftlicher Fragestellungen“ soll Studierenden ingenieurwissenschaftlicher Fächer die Möglichkeit bieten, sich online praxisorientiertes Wissen anzueignen. Der Fokus liegt dabei nicht auf der Programmierung eigener KI-Modelle und nicht auf der reinen Automatisierung von Lehrprozessen oder als Prüfungsvorbereitung, sondern auf dem Verständnis und der Anwendung bestehender Systeme zur Lösung konkreter technischer Probleme, wie sie im Berufsalltag nach dem Studium auftreten. Das innovative Kurskonzept zielt auf praktische Handlungskompetenz statt reiner Theorievermittlung ab.
Die Teilnehmenden lernen, wie sie KI als Werkzeug nutzen, um interdisziplinäre Herausforderungen zu meistern, für die traditionell das Wissen aus verschiedensten Fachbereichen notwendig wäre. Der Fokus liegt dabei auf der interdisziplinären Integration von KI-Werkzeugen in die ingenieurtypische Denk- und Arbeitsweise. Im Zentrum stehen reale, datengetriebene Problemstellungen.
Modulaufbau
- Grundlagen & Potenziale der KI in den Ingenieurwissenschaften
- KI als Programmier-Assistent: Python für den Ingenieur:innenalltag
- Datengetriebene Problemanalyse & Sensorik
- Integration von KI in Ingenieur-Software & -Workflows
- Angewandte Ingenieurmathematik & Prozessoptimierung mit KI
- Anwendungsgrenzen, Datenethik & kritische Bewertung
- Praxisprojekt: Konzeption & Lösung einer eigenen Fragestellung