• Laufzeit: 31.07.2025 – 31.03.2027

Volle Kanne Bäume schützen

Im Kooperationsprojekt „meine Baum App“ werden städtische Baumbestände mithilfe von Bürgerbeteiligung erfasst und so Potenziale und Herausforderungen identifiziert.

Viele städtische Baumbestände sind bislang nicht in einer Weise dokumentiert, die ein zielgerichtetes und zukunftsorientiertes Management ermöglichen. Eine systematische Bestandsaufnahme stellt daher einen ersten Schritt dar, um mehr Klarheit über die Vielfalt, den Zustand sowie die Erhaltungswürdigkeit des gesamten Stadtbaumbestandes zu gewinnen.

Zahlreiche Städte führen mittlerweile ein Baumkataster, in dem jedoch oft ausschließlich die stadteigenen Bäume verzeichnet sind. Bäume auf Privatgrundstücken oder Firmengeländen, die dennoch den städtischen Baumschutzsatzungen unterliegen, bleiben dabei häufig unberücksichtigt. Ein wesentlicher Grund für die bislang lückenhafte Erfassung liegt im personellen Aufwand, vor allem bei der Datenerhebung.

App MeinBaum

Hier setzt die App MeinBaum an: In Kooperation mit dem BUND Bayern und der Technischen Universität München wurde ein digitales Werkzeug entwickelt, das es ermöglicht, städtische Baumbestände mithilfe der Bürgerschaft zu erfassen. Das Konzept der Citizen Science bietet insbesondere im urbanen Raum großes Potenzial – vorausgesetzt, es gelingt, eine ausreichende Zahl an Personen zur aktiven Teilnahme zu motivieren. Aus diesem Grund wurde die App besonders benutzerfreundlich gestaltet und ist auch für Laien problemlos anwendbar. Schulungsprogramme für Multiplikator:innen sowie Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit, die die Möglichkeiten der App vermitteln, sind Bestandteil des Programms des BUND Bayern.

Einbinden von Studierenden der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT)

In Freising werden Studierende der HSWT aktiv in das Projekt eingebunden. In mehreren neuen Studiengängen, die sich mit grüner Stadtplanung, Klimaschutz und urbanem Wald befassen, ist das Thema Bürgerforschung und Partizipation integraler Bestandteil des Studiums. Die Studierenden erhalten die Möglichkeit, die App selbst zu nutzen, Feedback zur Benutzerfreundlichkeit zu geben, die Bürgerschaft zu mobilisieren und aktiv zur Erfassung des Baumbestandes in Freising beizutragen. In einem weiteren Schritt können die erhobenen Daten verwendet und ihre Qualität und Einsatzbarkeit geprüft werden. Studien anderer Bürgerforschungsprojekte zeigen, dass mit fachgerechter Anleitung und nutzerfreundlichen Apps sowie fachkundiger Überprüfung kritischer Datensätze die erhobenen Daten für Auswertungen wertvolle Inhalte liefern und mit anderen Erhebungsmethoden gleichgestellt sind.

Projektleitung HSWT

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