Analyse des Kräuter und Gewürzanbaus weltweit - Qualität und Zertifizierung (Biofach 2025)
Stabilisierung der ökologischen Landwirtschaft durch Diversifizierung mit Kräuter- und Gewürzanbau. Ökonomische Betrachtung, Qualitätssicherung durch Zertifizierungen und die Einhaltung des Lieferkettengesetzes.
Seit über 30 Jahren engagiert sich die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) in der Entwicklungszusammenarbeit durch Partnerschaften mit internationalen Partneruniversitäten, mit denen gemeinsam Projekte entwickelt und durchgeführt werden. Am Standort Triesdorf werden zwei internationale Masterstudiengänge auf Deutsch und Englisch angeboten. Dadurch ist ein umfassendes Netzwerk zu zahlreichen Partneruniversitäten und Bildungseinrichtungen vorhanden. Durch die herkömmliche Lehre in der Fakultät Landwirtschaft, Lebensmittel und Ernährung ist eine umfangreiche Expertise unter anderem in den Themen der Diversifizierung, Ökonomie und Laboranalyse vorhanden. Für Interessenten im Bereich der ökologischen Landwirtschaft wird ein eigener Studienzweig mit intensiver Vertiefung angeboten.
Die HSWT möchte diese einzigartige Expertise in der praxisnahen und ökologischen Landwirtschaft sowie im Umgang mit internationalen Partnern nutzen. Diese Erfahrung wird im Rahmen des SDG Alumniprojekts (SDG = Sustainable Development Goals) zur Messe BIOFACH 2025 angewandt, um mittels praxisorientierter Weiterbildung im länderübergreifenden Wissens- und Erfahrungsaustausch Kenntnisse auszutauschen und das Wissen zu vertiefen.
Speziell werden dabei der biologische Anbau und die Verarbeitung von Kräutern und Gewürzen, dabei vor allem die Qualitätssicherung, die Umsetzung des aktuellen Lieferkettengesetzes und Zertifizierungen in den verschiedenen Ländern betrachtet.
Ziel ist es, Wissen und ein grundlegendes Verständnis für die Ökonomie und Ökologie landwirtschaftlicher Betriebe zu erlangen, die Kräuter und Gewürze anbauen bzw. verarbeiten. Die ökologischen Aspekte und deren Einhaltung durch Zertifikate sollen betrachtet werden und ein praktisches Nachverfolgen der Lieferketten in den DAC-Ländern soll ermöglicht werden. Dadurch sollen auf neutrale Weise die Möglichkeiten zur Sicherung der Standards in den DAC-Ländern erarbeitet werden und ein Netzwerk mit Ansprechpartnern und gemeinsamem Austausch geschaffen werden.
Um ökonomische Vorgänge im Betrieb einordnen und Betriebszweige vergleichenzu können, werden Deckungsbeiträge berechnet. Die Teilnehmenden sollen mit eigenen Daten oder vorgegebenen Standardwerten die Berechnung durchführen und sich in Gruppenarbeit darüber austauschen sowie mögliche Stellschrauben erkennen. Dadurch wird eine Vernetzung untereinander erzielt und die einzelnen Teilnehmenden können von den Erfahrungen anderer profitieren.
Das Programm umfasst theoretische Lerneinheiten, Workshops, praktische Ergänzungen einschließlich externer Lehrveranstaltungen (Exkursionen), sowie Diskussionsrunden. Um die theoretisch vermittelten Konzepte praktisch zu verdeutlichen, werden auf den Exkursionen verschiedene Firmen und Betriebe besucht, bei denen die SDG Alumni sich zu den Marktentwicklungen und Arbeitsabläufen vor Ort informieren können.
Der angebotene Themenvorschlag der HSWT ist breit gestreut, um die Interessen möglichst vieler Teilnehmender abzudecken. Sowohl der Bereich über Zertifikate und das Lebensmittelgesetz als auch der Anbau und die Verarbeitung von Kräutern und Gewürzen sind verbunden über Firmen, die beides praktisch zur Anwendung bringen. Die Nachhaltigkeit und die verstärkte Aufmerksamkeit auf biologische Bereiche werden ebenfalls passend zur BIOFACH-Messe miteinbezogen. Der CampusTriesdorf der HSWT im Großraum Nürnberg bietet sich als Austragungsort durch seine geografische Nähe zur Messe besonders an.
Bericht über die Beteiligung an der Biofach 2025
Der Stand der HSWT auf der Weltleitmesse „Biofach“ in Nürnberg 2025 war Teil des Gemeinschaftsstands NextGen Campus und bot eine Plattform für Austausch, Vernetzung und Inspiration in der Biobranche, wie diese HSWT-News berichtet.