• Laufzeit: 01.03.2024 – 28.02.2026
  • Schwerpunkt: Internationaler Austausch

Fostering Agricultural Machinery & Food Technology in Senegal & Kenya (FAMFISK)

In den kommenden Jahren plant die Maschinenring Foundation (MRF) den Aufbau zusätzlicher 300 Maschinenringe im Senegal sowie weiterer Maschinenringe in Kenia, wobei Knowhow und geschultes Personal vor Ort einen essenziellen Erfolgsfaktor darstellen werden. Um die stärkere Verknüpfung von Berufsausbildung und Hochschulbildung im Senegal und in Kenia voranzutreiben und den Ausbau der Maschinenringe im Senegal und in Kenia zu begleiten, führen HSWT, MRF und bbw das gemeinsame Projekt FAMFISK durch. Ziel ist es, senegalesische und kenianische Universitäten dazu zu befähigen, diesen Auf- und Ausbau zu unterstützen. Durch die Kooperation sollen bestehende Kompetenzen der bayerischen Akteure im Senegal und in Kenia gebündelt und Synergieeffekte erzeugt werden.

Hintergrund

Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) führt als bayerische Hochschule für angewandte Wissenschaften im Rahmen ihres „Network Africa“ eine Vielzahl an Projekten mit afrikanischen Partnerinstitutionen im Bereich angewandte akademische Ausbildung und Capacity Building durch. Schwerpunkt über alle Projekte hinweg ist die Stärkung der landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten in den Regionen der Partnerinstitutionen durch praxisnahe Ausbildung und Forschung.

Die Maschinenring Foundation (MRF) setzt das seit 60 Jahren erprobte Erfolgsmodell der lokalen Selbsthilfe-Organisation von Landwirtinnen und Landwirten seit einiger Zeit auch auf dem afrikanischen Kontinent um. So hat MRF in den letzten fünf Jahren im Senegal und in Kenia insgesamt 130 Maschinenringe mit 30.500 Mitgliedsbetrieben aufgebaut. Hierdurch konnte der Mechanisierungsgrad und die Produktivität von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern gesteigert und ein Beitrag zu Klima- und Ressourcenschutz getätigt werden. In den internationalen Aktivitäten von MRF nimmt gerade auch das Thema Bildung einen großen Stellenwert ein.

Das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) setzt im internationalen Bereich eine Vielzahl von Aus- und Weiterbildungsprojekten in insgesamt 30 Ländern auf vier Kontinenten um. Ein Schwerpunkt der Arbeit des bbw liegt auf der engen Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort und der Netzwerkbildung mit lokalen Unternehmen, Verbänden und dem öffentlichen Sektor.

Alle drei Institutionen (HSWT, MRF, bbw) wurden von der Bayerischen Staatsregierung bereits bei der Durchführung von Projekten im Bereich landwirtschaftliche Wertschöpfungsketten, Ernährungssicherheit und Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen im Senegal gefördert. Im Rahmen dieser Projektaktivitäten ergaben sich vor allem große Bedarfe für eine stärkere Verknüpfung von beruflicher und akademischer Bildung sowie für eine praxis- und bedarfsorientiertere Hochschulbildung. Alle Beteiligten verfügen zudem über umfassende Erfahrungen und Partnernetzwerke in Kenia.

Maßnahmen und Zielgruppe

Über die Projektlaufzeit werden insgesamt zwei Weiterbildungsmaßnahmen an der senegalesischen Universität USSEIN und an der kenianischen Universität JOOUST ausgerichtet. Um akademische und berufliche Ausbildung im Sinne eines dualen Studienprinzips stärker zu verknüpfen, zeichnen sich die Weiterbildungsmaßnahmen zudem durch einen starken Praxisbezug aus.

Die Weiterbildungsmaßnahmen demonstrieren exemplarisch die Vorteile der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Gesellschaft und Privatsektor im Senegal und in Kenia und fungieren als Anschubmaßnahme für eine nachhaltige Verzahnung der jeweiligen Akteure vor Ort. Die Weiterbildungsmaßnahmen fungieren zudem als „Blaupause“ für andere Länder in Europa und Afrika, in denen die MRF aktiv ist.

Als direkte Zielgruppe adressiert die Maßnahme senegalesische und kenianische Lehrende und Studierende, welche Schlüsselkompetenzen erwerben und sich für eine Mitarbeit in der landwirtschaftlichen Beratung oder beim Ausbau der Maschinenringe im Senegal und in Kenia qualifizieren können.

Indirekte Zielgruppe der Maßnahme sind Kleinbäuerinnen und -bauern, die durch die Summer Schools Lösungsvorschläge für real existierende landwirtschaftliche Probleme erhalten. Weitere Begünstigte der Maßnahme sind die Universitäten USSEIN und JOOUST, welche in der Netzwerkbildung mit Privatwirtschaft und Gesellschaft unterstützt werden.

Projektleitung HSWT-Verbund

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Projektbearbeitung

Projektmitwirkung (extern)

Partner

Adressierte SDGs (Sustainable Development Goals)