Neuartige extensive Dachbegrünungen als Baustein einer naturnahen Regenwasserbewirtschaftung
Durch innovative Konzepte sowohl im Hinblick auf den Systemaufbau als auch durch ein intelligentes Wassermanagement soll der Beitrag von extensiven Dachbegrünungen zu einer naturnahen Regenwasserbewirtschaftung und zur Überflutungsvorsorge im urbanen Raum maximiert werden. Insbesondere sollen valide Daten zur Wasserbilanz dieser neuartigen Dachbegrünungen erhoben werden.
Darauf aufbauend soll der Beitrag von Dachbegrünungssystemen zur naturnahen Regenwasserbewirtschaftung in Abhängigkeit von den Klimabedingungen modelliert werden. Diese Modelle können die Grundlage für die Auslegung solcher Dachbegrünungen gemäß den DWA-Richtlinien bilden. Dazu wurde zum einen eine Großlysimeteranlage mit unterschiedlichen Dachbegrünungsaufbauten in einem Folienhaus erstellt, um die notwendigen Daten zur Parametrisierung der Modelle zu erheben.
Zum anderen wurde im Mai 2025 auf dem neuen Modulbau der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT), der im Dezember 2024 bezogen wurde, ein Demonstrator etabliert, mittels dem die Daten unter Realbedingungen validiert werden. Zugleich dient der Demonstrator der Öffentlichkeitsarbeit, um z. B. Stadtplaner:innen, Architekt:innen und Bauherr:innen, aber auch Studierenden der HSWT diese neuartigen Dachbegrünungen und die erzielbaren Effekte näherzubringen. Ergänzt werden diese Arbeiten durch Simulationen in einer bestehenden Versuchsanlage der HSWT, die im Rahmen eines vorangegangenen Zukunft Bau-Projektes errichtet wurde.