19.02.2019 | Wissenstransfer | Zentrum für Forschung und Wissenstransfer

Veredlung von Obstgehölzen an der HSWT

Elke Weinmann
Für den praktischen Teil des Veredlungskurses waren Weidenruten und Edelreiser bereitgestellt
Der richtig gesetze Veredlungsschnitt wurde zunächst an den Weiden geübt

Zieht man Obstgehölze aus Samen, ist davon auszugehen, dass die Nachkommen nicht die gleichen Eigenschaften in Bezug auf Geschmack oder Aussehen wie der ursprüngliche Obstbaum besitzen. Doch was tun, wenn im Garten ein alter Apfelbaum ersetzt werden muss, dessen alte Sorte kaum noch zu haben, oder vielleicht nicht mehr bekannt ist? Die Antwort darauf heißt: Veredelung.

Um diese Art der Vermehrung zu erlernen, nahmen 28 motivierte Freizeitgärtner im Februar beim Kurs "Veredlung von Obstgehölzen" an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) teil. Fragen wie "Was muss beim Schnitt der Edelreiser beachtet werden?" und "Wie wähle ich die richtige Unterlage?" wurden gleich zu Beginn der Veranstaltung im Theorieteil von Prof. Dr. Kittemann (HSWT) geklärt und die wichtigsten Grundlagen zur Veredelung vermittelt.

Im anschließenden praktischen Teil stellte Peter Schlinsog, Sachgebietsleiter der Städtischen Baumschule München, die wichtigsten Werkzeuge und Hilfsmittel vor, demonstrierte den fachgerechten und sicheren Umgang mit den Veredlungsmessern. Unter Anleitung konnten die Teilnehmenden in kleinen Gruppen die Schnitttechnik an Weidenruten üben, bevor sie den Kopulationsschnitt an den verschiedenen Edelreisern und Unterlagen umsetzten. Als Ergebnis der interessierten Mitarbeit und des neu erlangten Wissens konnten alle Teilnehmer selbst veredelte Apfelbäumchen mit nach Hause nehmen. Die Resonanz beim regen Austausch während des Kurses war durchweg positiv.

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