04.10.2018 | Wissenstransfer | Fakultät Gartenbau und Lebensmitteltechnologie

Oberbayerischer Umweltbildungstag: HSWT bietet Workshops für interessierte Lehrerinnen und Lehrer der Grund- und Mittelschulen

Josef Loibl
Gruppenbild mit den Organisatoren und Helfern, vorne v.l.n.r.: Jan Block (Regierungsarbeitskreis Umweltbildung), Prof. Dr. Christoph Moning, Dekanin Prof. Dr. Carola Kuss und Sabine Schwalb (Regierung von Oberbayern)
Maria Els, Regierungspräsidentin von Oberbayern
Workshop "Moore – Funktionen eines wertvollen Ökosystems" mit Carla Bockermann und Sylvia Holzträger
Workshop "Nützlinge im Gartenbau" mit Prof. Dr. Birgit Zange
Workshop "Ersatz von Torf in Kultursubstraten und Blumenerden" mit Prof. Dr. Elke Meinken
Workshop "Natur(raum) und Flächennutzungen" mit Peter Blum
Workshop "Wie wird man Naturschützer? – Perspektiven und Herausforderungen" mit Prof. Dr. Christoph Moning
Workshop "Spuren und Zeichen von Tieren" mit Bernd Naumann, Lehrbeauftragter Umweltpädagogik an der HSWT
Jan Block vom Regierungsarbeitskreis Umweltbildung bei der Verabschiedung

Weihenstephan - Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) und der Regierungsarbeitskreis Umweltbildung haben gemeinsam zum Oberbayerischen Umweltbildungstag für Lehrerinnen und Lehrer der Grund- und Mittelschulen geladen. 25 Workshops wurden in drei verschiedenen Zeitschienen angeboten. Neben Professorinnen und Professoren aus Gartenbau und Lebensmitteltechnologie beteiligte sich auch das Institut für Ökologie und Landschaft (IÖL) an der Vorbereitung und Durchführung des Fortbildungsangebots.

Im Freisinger Moos wurden alternative Nutzungsformen für Moore (Stichwort Nassbewirtschaftung) vorgestellt und ein Einblick in die derzeitigen Forschungsprojekte (MOORuse, MOORadapt, MOORclimb) an der HSWT gegeben. Potenzielle Einstiegspunkte in das Thema der nachhaltigen Moornutzung in der Umweltbildung an Schulen wurden diskutiert. Prof. Dr. Elke Meinken vom Institut für Gartenbau (IGB) zeigte auf, wie gärtnerische Kultursubstrate und Blumenerden zukünftig ohne den wertvollen Rohstoff Torf hergestellt werden können. Das Thema "Alternativen zu Hochmoortorf" wird in ihrer Fachgruppe bereits viele Jahre erforscht.

Prof. Dr. Thomas Hannus stellte im Workshop "Schulgärtnern leicht gemacht" ein Anbausystem vor, das mit geringem Aufwand und kleinem Budget das Pflanzen, Pflegen und Ernten von Blattsalat mit einer Schulklasse ermöglicht. Das Konzept ist mobil und benötigt außer einer freien, sonnigen Fläche keine besonderen Voraussetzungen an der Schule. Der Fragestellung "Wie wird man Naturschützer?" stellte sich Prof. Dr. Christoph Moning gemeinsam mit den Teilnehmenden. Am Weihenstephaner Südhang wurde über Ressourcen- und Biodiversitätsschutz diskutiert und die Tätigkeitsfelder und Herausforderungen der Landschaftsplanung besprochen. Die Förderung und der aktive Einsatz von Nützlingen ist ein wichtiger Baustein des biologischen Pflanzenschutzes im Gartenbau. Prof. Dr. Birgit Zange stellte im Labor einheimische Nützlinge vor und erläuterte deren Lebensweise sowie das Zusammenspiel von Schädlingen und Nützlingen in einem intakten (Öko)System.

Ergänzt wurde das Angebot durch den Landesbund für Vogelschutz (LBV) e. V. und das Bergwalderlebniszentrum Ruhpolding.

Kontakt

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