Claim Hochschule Weihenstephan-Triesdorf - University of Applied Sciences
02.02.2021 | Versuchsstation für Obstbau Schlachters

Leitfaden 'Beikrautregulierung im Apfelanbau' begeistert Fachpublikum

Gerhard Radlmayr
Das Titelbild des Leitfadens zur Beikrautregulierung im Apfelanbau zeigt ein Mosaikbild, bestehend aus 4 Bildern, zwei mit Beikräutern und zwei mit Apfelanlagen in einem Obstbaubetrieb. Darunter die Logos der Fördergeber Europäische Union und Schweizerische Eidgenossenschaft.
Titelbild 'Leitfaden zur Beikrautregulierung im Apfelanbau'
QR-Code zur HSWT-Webseite des Leitfadens
QR-Code zur HSWT-Webseite des Leitfadens
Bildmosaik mit 5 Bildern vom Beikraut Giersch (Aegopodium podagraria) - Samen, Blatt, Blüte, Bodenbedeckung, Habitus
Bilder vom Beikraut Giersch (Aegopodium podagraria)
Bildmosaik mit 5 Bildern vom Beikraut Kriechender Hahnenfuß (Ranunculis repens) - Samen, Blatt, Blüte, Bodenbedeckung, Habitus
Bilder vom Beikraut Kriechender Hahnenfuß (Ranunculus repens)
Ackerkratzdistel (Cirsium arvense)
Ackerkratzdistel (Cirsium arvense)
Gemeines Kreuzkraut (Senecio vulgaris)
Gemeines Kreuzkraut (Senecio vulgaris)
Schematische Skizze zu Aufbau und Bestandteilen des Krümlers', eines mechanischen Geräts zur Regulierung von Beikräutern
'Krümler' - mechanisches Gerät zur Regulierung von Beikräutern

 

Ein kürzlich von der Versuchsstation für Obstbau Schlachters der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) herausgegebener Leitfaden ermöglicht Unternehmen des Obst- und Gartenbaus sowie der Landwirtschaft einen schnellen und kompakten Überblick über mechanische und chemische Möglichkeiten der Beikrautregulierung.

Das 120 Seiten starke Papier mit rund 180 Abbildungen und Grafiken war das Ergebnis des dreijährigen Interreg-V-Forschungsprojektes „Entwicklung nachhaltiger Strategien zur Unkrautregulierung“, das die HSWT als Lead-Partner gemeinsam mit Partnern aus Deutschland, der Schweiz und Österreich durchgeführt hatte. Gefördert wurde das Projekt durch das Regionalprogramm der Europäischen Union 'Interreg V - Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein'.

Beim Kapitel 'mechanische Verfahren' werden die einschlägigen Geräte steckbriefartig vorgestellt: Beschreibung, Arbeitsweise, Hinweise zum Einsatzzeitpunkt, Fahrgeschwindigkeit, technische Anforderungen an den Schlepper, Vor- und Nachteile, laufende Kosten. Kurzvideos, die über QR-Codes gestartet werden können, veranschaulichen deren Funktion- und Arbeitsweise. Beispielstrategien zu mechanischen, chemischen und kombinierten Verfahren bieten den Nutzern eine gute Basis zur Anpassung an betriebsindividuelle Strukturen. Das Kalkulationstool „Herbocost“ ermöglicht eine schnelle betriebswirtschaftliche Bewertung. Gibt man dort betriebsspezifische Daten ein, werden automatisiert die Kosten der gewählten Strategie berechnet. Bebilderte Steckbriefe der wichtigsten Beikräuter im Obstbau machen den Leitfaden auch für jeden Lernenden und Interessierten zu einer wichtigen Informationsquelle.

Wer profitiert von dem Leitfaden?

Der Leitfaden richtet sich vor allem an obstbauliche Betriebe, die Obstbauberatung sowie Versuchs- und Forschungsbetriebe im deutschsprachigen Raum. Daneben ist dieser ein ideales Lern- und Informationsmedium für sowie für Auszubildende, Schüler*innen und Studierende des Obstbaus in Berufs- und Meisterschulen sowie an Hochschulen. Die Gesamtauflage von 8000 Exemplaren, die mit klimaneutralen Druckverfahren produziert wurden, soll eine flächendeckende Verteilung sicherstellen. Der überwiegende Teil wurde in Kooperation mit der Fachzeitschrift 'Obstbau' in Deutschland verteilt. Auch Berufsschulen mit der Fachrichtung Obstbau erhielten auf Bestellung entsprechend viele Exemplare zugeschickt.

Aufgrund der unterschiedlichen Zulassungssituation von Herbiziden zur Regulierung der Beikräuter in der Schweiz veröffentlichte der Projektpartner 'Agroscope Schweiz' den Leitfaden dort in leicht veränderter Form mit einer Auflage von 3000 Exemplaren. In der Schweiz wird der Leitfaden demnächst auch in französischer Sprache verfügbar sein.

Resonanz

Seit dem Erscheinen des Leitfadens zur Beikrautregulierung Anfang Dezember 2020 gab es schon zahlreiche positive Rückmeldungen aus der Praxis und Forschung. Er sei praxisrelevant und er behandle alle Themen betreffend der Beikrautregulierung tiefgründig. „Mit wirklich sehr großem Interesse habe ich von Ihrem Leitfaden gehört und bereits darin gelesen. Er ist sehr gelungen und vor allem stark praxisorientiert,“ so Jochen Goedecke vom Naturschutzbund Deutschland (NABU).

Die zu einem großen Teil aus obstbaulichen Unternehmer*innen bestehenden Abonnenten der Fachzeitschrift 'Obstbau', die den Leitfaden über ihre Kanäle verteilt hatte, reagierten sehr positiv, wie hier Lisa Klophaus: „Der Leitfaden sieht sehr gelungen aus, und ich freue mich, ihn mir näher durchzulesen.“

Auch aus der Sicht von Forschenden wurde der Leitfaden und vor allem die tolle Zusammenarbeit der Partner als sehr gelungen bewertet, wie Stefan Kuske von 'Agroscope Schweiz' herausstellt: „Der ganze Leitfaden in seiner handlichen Form ist sehr ansprechend und hilfreich bebildert [...] Toll und beeindruckend, dass solche Dinge in der grenzüberschreitenden Interreg-Zusammenarbeit regelmäßig entstehen.“

Bestellung / Download

Nähere Informationen zu Leitfaden und Forschungsprojekt sowie eine Download-Möglichkeit gibt es unter diesem Link sowie beim Scannen des oben in der Bildfolge abgebildeten QR-Codes. Den Leitfaden in gedruckter Version können Sie formlos über diese E-Mail-Adresse bestellen.

Kontakt

Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
Zentrum für Forschung und Wissenstransfer (ZFW)
Forschungskommunikation
Am Staudengarten 9 | 85354 Freising

Gerhard Radlmayr | Franziska Kohlrausch
T +49 8161 71-3350, -5107
kommunikation.zfw [at]hswt.de