10.05.2019 | Wissenstransfer | Zentrum für Forschung und Wissenstransfer | Weihenstephaner Gärten

Gemüse schmeckt doch: Freisinger Grundschulkinder erkunden den Weihenstephaner Kleingarten für Gemüse

Rita Meixner
Katrin Kell, technische Leiterin des Weihenstephaner Kleingartens, erklärt den Freisinger Grundschulkindern den Aufbau der Kinderbeete in sehr anschaulicher Weise.
Katrin Kell, technische Leiterin des Weihenstephaner Kleingartens, erklärt den Freisinger Grundschulkindern den Aufbau der Kinderbeete in sehr anschaulicher Weise.
Die Kinder lassen sich den frisch vom Beet geernteten Kohlrabi bei der Gemüseverkostung sichtlich schmecken.
Die Kinder lassen sich den frisch vom Beet geernteten Kohlrabi bei der Gemüseverkostung sichtlich schmecken.
Welche Unterschiede in der Bodentemperatur zwischen Freilandanbau, Vliesabdeckung und Gewächshausanbau bestehen, konnten die Kinder anhand eigener Messungen erleben.
Welche Unterschiede in der Bodentemperatur zwischen Freilandanbau, Vliesabdeckung und Gewächshausanbau bestehen, konnten die Kinder anhand eigener Messungen erleben.

Kinder von heute lassen sich entgegen einer landläufigen Meinung nicht nur mit Fastfood, Hüpfburg und Spaßangeboten begeistern. Ein Besuch von Freisinger Grundschulkindern im Kleingarten für Gemüse der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) macht offensichtlich, dass diese auch von dem Anbauen von Gemüse wie Kohlrabi und Karotten fasziniert sind, wenn ihnen das altersgemäß und lebendig vermittelt wird. Die Zweit-, Dritt- und Viertklässler der Grundschulen Vötting, St. Korbinian und Paul-Gerhardt durften dabei natürlich das ohne chemischen Pflanzenschutz angebaute Gemüse frisch aus dem Beet kosten. Katrin Kell, die technische Leiterin des Kleingartens für Gemüse, schaffte es mit Ihrer bilderreichen Sprache sogar, dass den Kindern begeisterte Sätze wie "Ich liebe Salat!" über die Lippen kamen − wer hätte das gedacht? Und ganz nebenbei wurde dabei sicherlich das eine oder andere Interesse für das Gärtnern und das Selberanbauen von Gemüse geweckt.

Auch die Wissensvermittlung für die Schulkinder kam dabei nicht zu kurz, schließlich war die in Kooperation mit den Lehrerinnen und Lehrern entstandene Exkursion auch Teil des Sachkundeunterrichts. So erfuhren die Kinder zum Beispiel, wie Pflanzen ohne Sprache kommunizieren, indem sie ihren "Durst" mit welken Blättern anzeigen und mit gelben Blättern darauf hinweisen, dass sie "Hunger" haben. Bei Rhabarber demonstrierte Katrin Kell, wie der Geschmack milder und weniger sauer wird, wenn man die Pflanze mit einer Tonglocke abdeckt. Mittels eines Temperaturfühlers konnten die Kinder selbst die beachtlichen Temperaturunterschiede im Boden messen, je nachdem ob der Anbau im Freiland, mit Vliesabdeckung oder im Gewächshaus stattfindet. Besonders beeindruckt waren die Kinder von den "schwimmenden Salaten", die ohne Erde in einer Nährlösung kultiviert werden. Spannend fanden die Schülerinnen und Schüler auch den Besuch im Tomatenhaus, wo sie die Bestäubung der Tomatenblüten durch Hummeln live mitverfolgen und das geniale Zusammenspiel von Insekten und Pflanzen erleben konnten.

Damit die Exkursion für die Grundschulkinder noch weitere Früchte tragen kann, durften die kleinen Gärtnerinnen und Gärtner eigens dafür angezogene Jungpflanzen für ihre jeweiligen Schulgärten mitnehmen. Stolz und hochmotiviert für den eigenen Gemüseanbau wanderten die Kinder wieder zurück zu ihren Schulen.

Kontakt

Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
Zentrum für Forschung und Wissenstransfer (ZFW)
Forschungskommunikation
Am Staudengarten 9
85354 Freising

Gerhard Radlmayr | Franziska Kohlrausch | Rita Meixner
T +49 8161 71-3350, -5107, -6311
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