Claim Hochschule Weihenstephan-Triesdorf - University of Applied Sciences
26.03.2018 | Forschung | Zentrum für Forschung und Wissenstransfer

Dreiländertreffen der EU-ReferentInnen Forschung in Freising

Martina Bauer | Gerhard Radlmayr
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Dreiländertreffens von EU-ForschungsreferentInnen vor dem Kardinal-Döpfner-Haus in Freising
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Dreiländertreffens von EU-ForschungsreferentInnen vor dem Kardinal-Döpfner-Haus in Freising

Der Arbeitskreis der EU-ReferentInnen an Bayerischen Universitäten (BayAK) und die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) hatten zum diesjährigen Dreiländertreffen erstmalig nach Freising eingeladen. Sechzig Teilnehmende aus Bayern, Baden-Württemberg, der Schweiz und Österreich diskutierten aktuelle Themen zur Forschungs- und Innovationsförderung der Europäischen Union. An den Arbeitskreistreffen nehmen als ständige Gäste auch VertreterInnen des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, der bayerischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und des Helmholtz-Zentrums München teil.

HSWT-Präsident Dr. Eric Veulliet und die Sprecherin des Arbeitskreises, Simone Rieger von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt betonten bei der Begrüßung die Wichtigkeit einer erfolgreichen EU-Forschungsstrategie an Universitäten und Hochschulen sowie den Mehrwert einer guten Vernetzung.

Das aktuelle Forschungsrahmenprogramm "Horizont 2020" wartet in seinem Arbeitsprogramm 2018 - 2020 mit einigen Neuerungen auf. Dr. Torsten Fischer, Leiter der Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen (KoWi) und Cornelia Schneider, EU-Büro des BMBF griffen diese Änderungen auf und erörterten Impulse für EU-Strategien an Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Auch gab es Informationen zum Stand der Vorbereitung seitens der EU-Kommission hinsichtlich des 9. Rahmenprogramms für Forschung und Innovation ab 2021 sowie die entsprechenden Anforderungen aus deutscher Sicht. Wichtige Kriterien für erfolgreiche EU-Projekte aus Sicht der Project Officer beleuchtete Wolfgang Bode, Project Advisor der Executive Agency for Research (REA). Aufgrund von Genehmigungsquoten für H2020-Projekte im unteren Prozentbereich stießen seine Ausführungen auf reges Interesse. Großer Diskussionsbedarf bestand beim Thema "Lump Sums im Forschungsrahmenprogramm" und deren Auswirkungen auf Antragstellung, Projektdurchführung und allgemeiner Beratung. Impulse zu den Positionen Pro und Contra kamen von Dr. Martin Baumgartner, Nationale Kontaktstelle Recht und Finanzen in Österreich und Dr. Linda Piálek, EU-Referentin der CAU Kiel. Spannende Beiträge und wichtige Erfahrungen hinsichtlich des Umgangs mit ethischen Fragestellungen in der Forschungsförderung bzw. der Etablierung einer Forschungskommission wurden von Dr. Linda Piálek, Dr. Lisanne Sauerwald, EU-Referentin der LMU München und Cornelia Schneider vorgestellt und mit den Teilnehmenden diskutiert.

Am zweiten Tag gab es viel Raum für intensiven Erfahrungsaustausch. Schulungsangebote zur EU-Förderung für Mitglieder innerhalb der eigenen Einrichtung und die besten Schlüssel zur Erweckung der jeweiligen EU-Potentiale wurden angeregt besprochen. Meike Dlaboha, EU-Referentin der HSWT und Christian Duft, Forschungsreferent der TH Ingolstadt beleuchteten die EU-Strategien der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs) und stellten dabei Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede im Vergleich zu Universitäten und Forschungseinrichtungen heraus. Dabei wurden die großen Potentiale und individuellen Stärken der HAWs für potentielle Projektpartner sehr deutlich.

Die sehr konstruktive und kollegiale Atmosphäre in Freising sowie die gute Organisation durch das Zentrum für Forschung und Weiterbildung der HSWT fand großen Anklang bei den Teilnehmenden. Das nächste Treffen des Arbeitskreises findet 2019 in Tübingen statt.

Kontakt

Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
Zentrum für Forschung und Wissenstransfer (ZFW)
Forschungskommunikation
Am Staudengarten 9 | 85354 Freising

Gerhard Radlmayr | Franziska Kohlrausch
T +49 8161 71-3350, -5107
kommunikation.zfw [at]hswt.de