16.04.2019 | Wissenstransfer | Institut für Gartenbau | Zentrum für Forschung und Wissenstransfer

Am Gärtnern Interessierte lernen an der HSWT eine Technik, wie sie gesünderes und ertragreicheres Fruchtgemüse ernten können

Ingrid Süß-Spachmann
Die vorgezogenen Jungpflanzen stehen zum Veredeln bereit
Katrin Kell und Thomas Jaksch leiten die Kursteilnehmer an

 

Der Gärtner-Kurs "Kopfveredlung bei Fruchtgemüse" an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) ist bereits seit Jahren ein Geheimtipp bei den oft sehr versierten Liebhabern des Freizeitgartenbaus. Im Erwerbsgemüsebau ist die Kopfveredlung von Gemüse bei Tomaten, Paprika, Auberginen und Gurken trotz eines höheren finanziellen und personellen Aufwandes inzwischen unbestrittener Standard. Probleme mit bodenbürtigen Pilzerregern und Nematoden durch eingeschränkten Fruchtwechsel im Gewächshaus werden reduziert. Und man erzielt vor allem bei Tomaten, Gurken und Auberginen einen deutlich höheren Ertrag.

Katrin Kell, langjährige Mitarbeiterin am Institut für Gartenbau und Thomas Jaksch, ehemaliger Leiter des Kleingartens für Gemüse an der HSWT, wissen genau, wie sie die nicht gerade alltägliche gärtnerische Fertigkeit dem hochmotivierten Publikum praxisnah und erfolgreich vermitteln können. Für die rund 20 Teilnehmenden gab es umfangreiche Informationen zur Anzucht der Sämlinge und zur Durchführung der Veredlung unter optimalen Anwachsbedingungen. Bereits die zeitliche Abstimmung der Aussaat von Unterlagen und Edelsorten erfordert ein besonderes Fingerspitzengefühl. Der richtige Zeitpunkt zur Veredlung ist dann erreicht, wenn Unterlagen und Edelsorten die gleiche Stängeldicke aufweisen. Bei einem Stängeldurchmesser von 1,3 bis 2,3 mm werden beide mit einem Silikonclip verbunden. Beim praktischen Teil in den Gewächshäusern des Instituts für Gartenbau durften die wissbegierigen Hobbygärtner und Hobbygärtnerinnen die nicht ganz einfachen Handgriffe der Veredlung selbst ausprobieren. Die mit viel Begeisterung und Geduld dabei veredelten Tomaten, Paprika, Auberginen und Gurken durften dann als Lohn der Arbeit mit nach Hause genommen werden.

 

 

 

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