Langsame Rückkehr: Erfolgsfaktoren und Herausforderungen bei der Neuöffnung von unterirdischen Winterquartieren für Fledermäuse
Der Artikel stellt eine Studie vor, die sich mit der Neuöffnung von Winterquartieren beschäf-
tigte. Sie untersuchte bayernweit 50 Keller, Bunker, Stollen und Wasserreserven, die für Fleder-
mäuse geöffnet wurden und vorher nicht für diese zugänglich waren. Fledermäuse neun
verschiedener Arten besiedelten bis zum Winter 2024/25 37 dieser Quartiere. Drei Objekte wur-
den bereits von mehr als 20 Individuen angenommen. Die Besiedlungswahrscheinlichkeit ist
bei neuen Quartieren hoch, wenn in ihrem Umfeld bereits gut besetzte Quartiere vorhanden
sind. Eine große Einflugöffnung, Spaltenreichtum, eine hohe Luftfeuchte sowie eine „Anbin-
dung“ durch lineare Strukturen begünstigen Arten- und Individuenzahl. In weniger günstigem
Umfeld sind selbst gute Quartiere oft kaum oder nicht besetzt. Die populationsbiologische
Relevanz der Neuschaffung von Winterquartieren und die Einordnung im Zuge der Eingriffs-
planung werden diskutiert. Die Studie gibt Tipps für die Praxis und Hinweise darauf, wann sich
der Aufwand für diese Maßnahme lohnt.
- Publikationsart
- Zeitschriftenartikel
- Titel
- Langsame Rückkehr: Erfolgsfaktoren und Herausforderungen bei der Neuöffnung von unterirdischen Winterquartieren für Fledermäuse
- Medien
- ANLiegen Natur
- Heft
- 2
- Band
- 48
- Autor:innen
- Julian Treffler , A. Zahn
- Herausgeber
- Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL)
- Seiten
- online preview, 10 p.
- Veröffentlichungsdatum
- 10.06.2026