Basis Wissen Moore

Moore sind besondere terrestrische Ökosysteme, die durch einen dauerhaften Wasserüberschuss geprägt sind. Dieser Wasserüberschuss führt dazu, dass abgestorbene Pflanzenteile aufgrund von Sauerstoffmangel nur unvollständig zersetzt werden. Die organische Substanz sammelt sich über Jahrtausende an und bildet Torf, den charakteristischen Boden eines Moores.

Blick ins Murnauer Moos, vorne ein Fernauslesen-Moorwasserstandspegel
© Sebastian Friederich

Hoch- und Niedermoore

Grundsätzlich werden zwei Haupttypen von Mooren unterschieden: Niedermoore und Hochmoore. Sie unterscheiden sich vor allem hinsichtlich ihrer Wasser- und Nährstoffversorgung.

Entstehung der Moore

Die Entstehung von Mooren basiert auf einem dauerhaften Wasserüberschuss in der Landschaft, entweder durch Grundwasser, Oberflächenwasser oder Niederschläge. Unter diesen wassergesättigten Bedingungen wird der Sauerstoffgehalt des Bodens stark reduziert. Die moortypische Vegetation an der Oberfläche produziert mehr Biomasse, als im Boden durch Mikroorganismen abgebaut werden kann. Die abgestorbenen Pflanzenteile werden deshalb nur unvollständig zersetzt und lagern sich als Torf ab.

Dieser Prozess läuft in den gemäßigten und borealen Breiten seit dem Ende der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 bis 12.000 Jahren ab. In naturnahem Zustand wachsen Moore kontinuierlich weiter und speichern dabei über lange Zeiträume Kohlenstoff und Wasser.

Moore werden im Folgenden entsprechend internationaler Definitionen der FAO und des IPCC als Gesamtheit organischer Böden verstanden und entsprechen damit den Grundlagen der internationalen Klimaberichterstattung im Rahmen der UNFCCC.

Funktionen der Moore

Moore gehören zu den wertvollsten Ökosystemen der Erde. Trotz ihres vergleichsweise geringen Flächenanteils erfüllen sie zahlreiche ökologische, klimatische und gesellschaftliche Funktionen.