Biotoppflege im Niedermoor

Eine Gruppe im Niedermoor Kappelwasen.
© Stephan Kroh

Am vergangenen Samstagvormittag wurde in einem der wertvollsten Niedermoore im Landkreis Ansbach, dem Kappelwasen bei Ornbau, die Verbuschung zurückgenommen.

Dabei kamen ca. 200 Kubikmeter Schwachholz zusammen, v. a. Schwarzerle und Faulbaum. Es wird später als Hackschnitzel thermisch genutzt.

Das Material wurde von ca. 25 Freiwilligen, darunter Mitglieder des Bund Naturschutz und der LBV-Hochschulgruppe aus Triesdorf, ohne Zwischenfälle aus der ca. 0,5 ha wassergesättigtem NSG-Teilfläche mit zahlreichen Stolpergelegenheiten durch Seggenbulten herausgetragen und mit einem doppeltbereiften Spezialfahrzeug weitertransportiert. Nach ca. drei Stunden Arbeit auf der Fläche der Stadt Ornbau gab es eine Brotzeit, die von der Firma Sand Türen GmbH gestiftet und bei lokalen Bäcker- und Metzgerbetrieben gekauft wurde.

Die Übergangs- und Schwingrasenmoore sind in Nordbayern sehr selten und wurden bis ins 19. Jahrhundert als kleinbäuerlicher Torfstich genutzt. Das Zwischenmoor wächst auf einem meist sehr nassen Standort mit teilweise schwimmendem Moospolster und vereinzelter Schlenkenbildung. Neben auffälligeren Arten wie Fieberklee, Trollblume und drei Orchideenarten sind die artenreiche Seggenflora sowie das Wollgrasvorkommen für die Teilfläche prägend. Die Wollgräser bieten der Raupe des Rote Liste 2-Tagfalters Großes Wiesenvögelchen die benötigte Nahrungsgrundlage. Die Gehölzentnahme soll zur Erhaltung dieser bedrohten Niedermoorarten beitragen.

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