Wertschöpfungskette Gartenbaumanagement

Gartenbaumanagement

Zum Wintersemester 2014/15 startete in Weihenstephan ein neuer Master-Studiengang mit der Bezeichnung "Gartenbaumanagement" - ein gemeinsames Studienangebot der Technischen Universität München und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf.

Der Studiengang richtet sich an Hochschulabsolventen der Studiengänge

  • Gartenbau
  • Gartenbauwissenschaften
  • Agrarwissenschaften
  • Landwirtschaft
  • Umwelt- und Naturwissenschaften
  • Biologie
  • Betriebswirtschaft
  • oder vergleichbaren Studiengängen 

und bietet die Möglichkeit, vertiefte Inhalte in den Bereichen Ökonomie, insbesondere Unternehmens- und Wertschöpfungskettenmanagement, sowie entsprechender Forschung zu erlernen.

Bewerbung

Bewerbungsfristen:

15. Januar für Studienbeginn im Sommersemester
31. Mai für Studienbeginn im Wintersemester

Das Bewerbungs- und Zulassungsverfahren erfolgt an der TU München: weitere Informationen.
Nach der Immatrikulation sind Sie Studierende/r der Technischen Universität München.

Aufbau des Studiengangs

Der Masterstudiengang Gartenbaumanagement kann im Winter- oder Sommersemester begonnen werden.

Das umfangreiche Angebot an Wahlmodulen bietet ein hohes Maß an Flexibilität sowie vielfältige Vertiefungsmöglichkeiten. In den annähernd 30 angebotenen, größtenteils neukonzipierten Wahlmodulen kommen verschiedene Lehr- und Lernformen wie beispielsweise Gruppenarbeiten im Rahmen von Seminaren, studentische Recherchen mit Ausarbeitungen, moderierte Gruppendiskussionen aber auch klassische Vorlesungen zum Einsatz.

Integrierter Auslandsaufenthalt möglich

Das im Masterstudiengang Gartenbaumanagement verankerte Managementpraktikum im Wahlbereich eignet sich insbesondere, um einen kürzeren Auslandsaufenthalt in das Studium zu integrieren - ohne damit die Regelstudienzeit zu verlängern (Mobilitätsfenster im 3. Semester). Für die Studierenden besteht zudem die Möglichkeit, an einer Partnerhochschule im Rahmen des Erasmus-Programms zu studieren bzw. die Masterarbeit dort zu verfassen. Weiterhin bestehen vielfältige Angebote im Rahmen des Austauschprogramms der TU München (TUMexchange), falls Studierende außerhalb Europas studieren und forschen wollen.

Kernthemen und Ziele

Gartenbauliche Supply Chains und die gehandelten Produkte sind sehr komplex. Unternehmen unterschiedlichster Größe, kulturellem Hintergrund, Managementstruktur, Knowhow und Kompetenzen arbeiten regional, national und auch international intensiv zusammen, um auf den Märkten bestehen zu können. Auf dem Weg von der Produktion zum Konsumenten werden auf den Stufen entlang der Supply Chains unterschiedliche Anforderungen an das Produkt gestellt. So spielen für die Produktion von Pflanzen Eigenschaften wie Kulturdauer oder Resistenzen eine wichtige Rolle. Für die Vermarktung stehen eher optische oder geschmackliche Aspekte im Vordergrund, und wieder andere Qualitätsmerkmale werden vom Handel oder Verbraucher erwartet oder präferiert (z.B. Rückstandshöchstmengen, Nachhaltigkeitsaspekte, Shelflife). Neben spezifischen Anforderungen an Produkt und Prozess, sind aber auch diverse Rahmenbedingungen (z.B. Politik, Gesellschaft und Technik) bei der Entwicklung und Steuerung von Supply Chains zu berücksichtigen. Nur wenn die Vielzahl der Anforderungen Berücksichtigung finden, kann die Wettbewerbsfähigkeit von Supply Chains ermöglicht und deren Innovationskraft dauerhaft erhalten bleiben. Um Absolventen optimal auf ihre berufliche Tätigkeit in diesem spannenden und herausfordernden Umfeld vorzubereiten, ist ein multidisziplinärer Ansatz in der Ausbildung notwendig.

Um die verschiedenen Anforderungen und Besonderheiten entlang der Wertschöpfungsketten, insbesondere an den Schnittstellen zu managen und zu koordinieren, ist ein tiefes Verständnis aller Ebenen und Stufen dieser Ketten und deren Zusammenwirken nötig. Diesem Umstand wird der Studiengang durch eine gezielte Auswahl von Pflichtfächern zu Themen wie Supply-Chain-Management, Qualitätsmanagement, Nachhaltigkeit, Unternehmensführung und Corporate-Social-Responsibility gerecht.

Ein Kernziel des neugestalteten Studienganges stellt die Vermittlung von integriertem produkt-, produktions- und qualitätsrelevantem naturwissenschaftlichen Wissen und vertieftem ökonomischen Verständnis dar. Neben dem Erlernen von spezifischem Fachwissen liegt ein weiterer Schwerpunkt darin, Methoden- und Managementfähigkeiten der Studierenden gezielt aufzubauen und zu fördern. Sie sollen in die Lage versetzt werden, selbständig Lösungsstrategien zu erarbeiten und so ihre Führungskompetenzen zu entwickeln. So werden die Studierenden hervorragend auf die neuen Herausforderungen der Branche wie den Strukturwandel, veränderte Verbraucheransprüche und neue, mitunter restriktive politische Rahmenbedingungen vorbereitet. Alles in allem vermittelt der Studiengang den Studierenden spezifisches Managementwissen und zusätzliches Knowhow, um im Anschluss insbesondere verschiedenste Schnittstellenfunktionen der Wertschöpfungskette übernehmen zu können.

Kontakt

Technische Universität München
Studienfakultät Agrar- und Gartenbauwissenschaften
Alte Akademie 8
85354 Freising

Studienkoordination
Dipl. Ing. Maria Gauger
T +49 8161 71-2457
hort.biz[at]tum.de

Informationsmaterial