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Bachelor und MasterDie Umstellung der Studiengänge auf das zweistufige Bachelor-/Master-Studiensystem (BA/MA) ist das bekannteste Ergebnis der Bologna-Reform. Dieses Studiensystem soll helfen, die bisher im Schnitt relativ langen Studienzeiten in Deutschland zu verkürzen, die oft erheblichen Abbruchquoten zu verringern, die Hochschulabsolventen besser für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren und die Studiengänge und Abschlüsse international kompatibler zu machen. Denn politisches Ziel ist es, dass 50 Prozent der Studierenden studienbezogen ins Ausland gehen und 30 Prozent der deutschen Studierenden wenigstens ein Semester ihres Studiums im Ausland absolvieren. Dazu sind Qualität und Transparenz des Studienangebots sowie die Kompatibilität der Abschlüsse wichtig. Reform der Studieninhalte Das gestufte Studienmodell bedeutet keineswegs einen Bruch mit der akademischen Tradition - die hohe Qualität der wissenschaftlichen Ausbildung bleibt erhalten. Voraussetzung hierfür sind allerdings eine Reform der Studieninhalte, die Studiengänge müssen modularisiert und mit einem Leistungspunktesystem versehen werden. Soll heißen, Bachelor- und Masterstudiengänge sind modular aufgebaut – sie bestehen aus größeren inhaltlich in sich abgeschlossenen und abprüfbaren Einheiten. Kreditpunkte nach ECTS-System Außerdem werden die Studienleistungen und der Studienumfang nicht mehr in Semesterwochenstunden, sondern in Kreditpunkten nach dem ECTS-System ausgedrückt. Das so genannte European Credit Transfer System (ECTS) ist ein quantitatives Maß für die Gesamtbelastung des Studierenden, die für den erfolgreichen Abschluss des Studiums erforderlich sind. Für den Bachelorabschluss sind in der Regel 180 - 240 ECTS-Punkte, für den Masterabschluss 60 - 120 ECTS-Punkte nachzuweisen. Entsprechend internationalen Anforderungen werden für den Masterabschluss unter Einbeziehung des vorangehenden Studiums 300 ECTS-Punkte verlangt. Berufsqualifizierender Abschluss Bachelor Der Bachelor führt bereits nach drei bis vier Jahren zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss. Studierende können im Anschluss daran in einem ein- bis zweijährigen Masterstudiengang das erste Studium vertiefen, erweitern oder sich spezialisieren. Die Zulassung zur zweiten Stufe, einem Masterstudiengang, hängt von den erbrachten Leistungen in der ersten Stufe ab. Aber auch nach einer Phase der Berufstätigkeit können Studierende für eine wissenschaftliche Weiterbildung an die Hochschule zurückkehren. Diploma Supplement Seit 2005 haben alle Studierenden ohne besonderen Antrag und kostenlos einen Anspruch auf das so genannte Diploma Supplement. Das "Diploma Supplement" (DS) ist ein Text mit einheitlichen Angaben zur Beschreibung von Hochschulabschlüssen und damit verbundener Qualifikationen. Als ergänzende Information zu den offiziellen Dokumenten über Hochschulabschlüsse, also etwa der Verleihungs-Urkunden oder der Prüfungs-Zeugnisse, soll es - international und auch national - die Bewertung und Einstufung von akademischen Abschlüssen sowohl für Studien- als auch für Berufszwecke erleichtern und verbessern. Soll heißen, der Studiengang und die Hochschule werden so dargestellt, dass sie in erster Linie für in- und ausländische Hochschulen und Arbeitgeber leicht verständlich und aussagekräftig ist. Weitere Informationen zu diesem Thema: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
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