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Presseinformation Forschungsanstalt für Gartenbau Weihenstephan

20.06.2008

Pflege in Staudenpflanzungen

Informationsstelle der Forschungsanstalt

Abb. 1: Frau Leyhe (links) im Teilnehmerkreis

Abb. 2: Irisbeet mit Begleitstauden

Abb. 3: Rosenbeet mit Rindenmulch

Abb. 4: Kniphofienhang (Fackellilien)

Die technische Leiterin der Weihenstephaner Gärten, Dipl.-Ing. agr. Ulrike Leyhe, begrüßte zahlreiche Mitglieder des 'Freundeskreises Weihenstephaner Gärten' und andere  interessierte Teilnehmer zu einer Führung mit Vortrag und Demonstration zu den richtigen Pflegemaßnahmen in Staudenpflanzungen.
Eines der Hauptthemen war der richtige Schnitt und in diesem Zusammenhang Schnittzeitpunkt und Schnitttechnik. "Wann schneidet man was?" war eine der am häufigsten gestellten Fragen. Dazu der Hinweis, dass es keine allgemein gültige Regel gibt. Der richtige Schnitt hat viel mit Erfahrung zu tun, ist abhängig von der Witterung und natürlich der jeweiligen Pflanzenart. Ein sachgemäßer Schnitt ist erforderlich, um einerseits den Habitus einer Staude zu erhalten, aber auch um Sortenverfälschung durch nicht echt fallende Aussaaten zu vermeiden.

Schnitt ist nicht gleich Schnitt - Frau Leyhe erklärte die Unterschiede zwischen:

  • Nachblüteschnitt, um die Sortenechtheit zu bewahren
  • Wiederholtes Ausschneiden, um die Blütezeit zu verlängern
  • Remontierschnitt, um einen erneuten Austrieb und zweiten Blütenflor zu erreichen
  • Rückschnitt nach der Blüte ( v.a. bei Halbsträuchern und Polsterstauden), um einen kompakteren Wuchs zu erzielen

Anhand der Rabatte in Pastellfarben demonstrierte Frau Leyhe die 'Kunst, die
Rabatte dauerhaft am Blühen zu erhalten'. Die vielen Tricks zu Pflegemaßnahmen wurden von den Teilnehmern sehr interessiert aufgenommen und diskutiert.

Weitere Themenbereiche waren die im Sichtungsgarten verlegte Tropfbewässerung und die Technik des Mulchens. Beide Maßnahmen verhindern Austrocknung des Bodens, verringern den Unkrautbewuchs und erleichtern damit die Pflege. Vor Ort konnten unterschiedliche Mulchmaterialien, ihre Eignung für bestimmte Beete (z.B. Rindenmulch für Rosenbeete und Splitt für Steingarten) und deren Vor- und Nachteile gezeigt werden.

Abgerundet wurde die Pflege in Staudenpflanzungen mit Hinweisen zu

  • Düngung
  • Verjüngung der Pflanzen durch Aufnehmen und Teilung
  • Winterschutz

Beim Rundgang faszinierten die Teilnehmer vor allem die Beete für die Rosen-Sichtung, das Irisbeet mit Begleitstauden und natürlich der zur Zeit in voller Blüte stehende Fackellilienhang.

Text und Bilder: Dipl. Ing. (FH) Ingrid Süß-Spachmann