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Presseinformation der Forschungsanstalt für Gartenbau Weihenstephan

24.11.08

Freizeitpark im Hanffeld - vom Studentenprojekt zum Jungunternehmen

Informationsstelle der Forschungsanstalt

Markus Sauerhammer, Thomas Gutmann und Christian Gehret, Agrarmarketing-Studenten der Fachhochschule Weihenstephan, gewinnen Gründerinitiative der Financial Times

"Jedes Jahr zahlen naturentwöhnte Städter Geld dafür, in Labyrinthen umherzuirren, die geschäftstüchtige Landwirte aus [Maisfeldern] herausgeschnitten haben. Hanf wäre doch viel geeigneter, entschieden [Markus Sauerhammer, Thomas Gutmann und Christian Gehret, Studierende der Fachhochschule Weihenstephan]. Zum einen, weil die Pflanzen, die innerhalb von 100 Tagen bis zu vier Meter wachsen können, im Gegensatz zu Mais 'ein richtiges Dschungelgefühl' vermittelten, sagt Markus Sauerhammer. Zum anderen, weil der Gedanke an kiffende Blumenkinder den Blick dafür vernebelt, dass Hanf in seiner rauschmittelfreien Form eine überaus nützliche Pflanze ist. Und genau das zeigten die drei Agrarmarketing-Studenten in den Jahren 2006 und 2007 mit zwei Hanfparks. Darin legten sie Lehrpfade an, in denen es um nachwachsende Rohstoffe geht, und sie verkauften Hanfprodukte, von der Umhängetasche über Hanfseife bis hin zum Hanfbier und der Hanfschokolade. In jedem der zwei Jahre kamen rund 20.000 zahlende Gäste. Wodurch sich die Frage stellte: Warum eigentlich sollte man so etwas nicht bundesweit machen?" (Quelle: Financial Times, November 2008)

 

Aus der Fragestellung heraus entstand das Start-up-Unternehmen "Freizeitpark im Hanffeld", das nun zu den fünf Gewinnern des Wettbewerbs "enable2start" der Financial Times Deutschland gehört. Der Preis für Jungunternehmer wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben, dotiert mit 50.000 Euro Startkapital für die prämierten Geschäftsmodelle. Und seit kurzem ist der "Freizeitpark im Hanffeld" auch offiziell eine "innovative Dienstleistung mit hohem Kundennutzen, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht und Alleinstellungsmerkmale am Markt erwarten lässt". So belegen es Auszüge aus dem Zuwendungsbescheid des EXIST-Gründerstipendiums, das die drei Jungunternehmer nun erhalten. Soll heißen, sie beziehen ein Jahr lang ein Büro an der Fachhochschule, eine umfangreiche Gründerberatung sowie eine finanzielle Unterstützung für den Aufbau ihres Unternehmens.