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Infodienst Weihenstephan

Ausgabe Mai 2007


Manganmangel und -überschuss bei Buschbohnen

Manganmangel

Das Weglassen der Mangandüngung hatte keinen Einfluss auf die Bohnenpflanzen. Gegen Kulturende erschienen schwache, unspezifische Chlorosen, die aber auch an der Kontrollvariante zu beobachten waren. Möglicherweise reichte der Mangangehalt des verwendeten Torfs von 0,3 mg Mn (CAT)/l aus, den Bedarf der Pflanzen zu decken, oder die Kultur ist gegenüber dieser Ernährungsstörung unempfindlich.

Manganüberschuss

Abb. 1: Braunfärbung der Blattadern durch Mn-Überschuss
Abb. 2: Braunsteinablagerungen (Mn-(IV)-Oxid) auf den Früchten

Ein Manganüberschuss äußert sich bei Bohnen in typischen Schadsymptomen, wie sie auch von anderen Kulturen bekannt sind. Zu einer deutlichen Ausprägung des Schadbildes kommt es jedoch erst relativ spät, im Versuch war dies zum Erntebeginn der Fall. Die Hauptadern älterer Blätter verfärben sich schmutziggrün-braun. Entlang aller Adern werden feinste schwarzbraune Tüpfel gebildet, sogenannter Braunstein, der eine Ablagerung aufoxidierten Mangans darstellt. Er ist auch auf der Blattrückseite sehr deutlich zu erkennen. Auch entlang dem Stängel, den Blattstielen und sogar an Früchten treten die Tüpfel auf.

Abb. 3: Flächige Chlorosen und unregelmäßige Nekrosen durch starken Mn-Überschuss

Im Anschluss erscheinen unregelmäßig-fleckige Chlorosen, die entweder nahe der Mittelrippe oder in der Blattfläche sitzen. Sie gehen über in rotbraune, fleckige, meist scharf begrenzte Nekrosen. Die darin liegenden feinen Adern sind dunkelbraun.

Dipl.-Ing. (FH) Katharina Anneser,
Dipl.-Ing.(FH) Dieter Lohr;
Institut für Gartenbau