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Phosphatmangel an Gartenchrysanthemen

Phosphatmangel hat auf die meisten Kulturen deutliche Auswirkungen. Das ist nicht weiter verwunderlich, zählt der Nährstoff doch zu den Kerrnährelementen und spielt eine tragende Rolle im Energiestoffwechsel, beim Aufbau von Enzymen und in der Erbsubstanz (DNS). Chrysanthemen gehören zu den Pflanzen, bei denen sich der Mangel sehr früh und sehr deutlich äußert. Sie erwiesen sich im Ernährungsversuch als wesentlich empfindlicher als z.B. Begonien oder Cyclamen.

Abb.1: links: Kontrollvariante, rechts: extreme Wuchsminderung und Nekrosen an älteren Blättern durch P-Mangel;

 

 

Zu Beginn blieben die Phosphat-Mangelpflanzen stark im Wachstum zurück. Bereits vier Wochen nach Versuchsbeginn war der Rückstand zur Kontrollvariante nicht mehr zu übersehen. Die Farbe des Laubes war auffallend dunkel.

Abb.2: Fortschreiten der P-Mangelsymptome an älteren Blättern;

 

Bei einem weiteren Anhalten des Mangels entstanden an den ältesten Blättern Nekrosen. Beginnend mit diffusen, gelb-bräunlichen Aufhellungen, entwickelten sich die Absterbeerscheinungen an den Blattspitzen. Sie waren dunkelbraun und teils scharf, teils unscharf begrenzt und breiteten sich flächig in Richtung Blattgrund aus. Im Übergang zum gesunden Gewebe befanden sich Chlorosen.


Entsprechend dem gehemmten Wuchs wurden auch nur wenige, kleine Blüten gebildet.

Die Substratanalyse zeigt für Phosphatmangel typische Anzeichen. Während die Kernnährstoffe N, P und K der optimal ernährten Kontrollvariante gleichmäßig entzogen wurden, war in der Mangelvariante kein Phosphat mehr vorhanden. Stickstoff und Kalium reicherten sich hingegen schon fünf Wochen nach Versuchsbeginn an, da sie von den Pflanzen nicht mehr verwertet werden konnten. Dieser Sachverhalt ist ein klassischer Fall des Minimumgesetzes von Justus von Liebig.

Tab. 1: Werte der Substratanalyse 5 Wochen nach Versuchsbeginn

* Literatur: Bergmann, W., 1993: Ernährungsstörungen bei Kulturpflanzen, 3. Auflage, Gustav Fischer Verlag, Jena, Stuttgart 

 

Dipl.-Ing. (FH) Katharina Anneser
Institut für Gartenbau