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Punktapplikation bei der N-Düngung von Biotopfkräutern![]()
Mangels geeigneter organischer Dünger für den Einsatz in Ebbe-Flut-Systemen ist eine flüssige Nachdüngung beim Anbau von Bio-Topfkräutern noch nicht möglich. Für die Biobetriebe bedeutet dies, dass bereits zur Aussaat relativ große Stickstoffvorräte ins Substrat "gepackt" werden müssen, um eine ausreichende Versorgung über die ganze Kulturzeit sicherzustellen. Basilikum z. B. hat einen Nährstoffbedarf von 1000-1200 mg N/l Substrat. Bei einer üblichen Düngung mit Hornmehl (13 % N) müssen ca. 8 -10 kg Dünger pro m³ Substrat untergemischt werden. Dieses vergleichsweise hohe Salzpotential könnte Ursache sein für folgende Probleme:
Eine längere Lagerung solch stark aufgedüngter Substrate bei oft zu warmen Bedingungen erhöht das Risiko noch zusätzlich. Ein Beleg dafür ist die zunehmende Reklamationsrate bei den Herstellern von Biosubstraten.
Versuchsziel Es soll untersucht werden, ob eine geänderte Düngerapplikation die Problematik entschärfen kann. Dabei soll der N-Dünger nicht gleichmäßig in das Substrat eingemischt werden, sondern punktförmig im unteren Topfbereich abgelegt werden. Bei Verwendung eines nur schwach vorgedüngten Substrates, sind somit günstigere Keimbedingungen für die oben aufliegenden Samen zu erwarten.
Varianten Die detaillierten Versuchsvarianten sind Tabelle 1 zu entnehmen. Neben der Ausbringungsart wurden auch 2 verschiedene Dünger in verschiedenen Mengen geprüft.
Tabelle 1: Versuchsvarianten und verabreichte Düngermengen bei Basilikum pro l Substrat bzw. Topf, jeweils eingemischt bzw. punktfömig abgelegt. ![]()
Versuchsdurchführung
Tabelle 2: Kulturdaten ![]()
Ergebnisse Das Keimergebnis (Abb.1) zeigt einen deutlichen Einfluss der Düngerausbringung auf.
Die Nullvariante zeigte helles Laub. Nach dem anfänglich guten Auflauf entwickelten sich die Pflanzen kaum über das Keimblattstadium hinaus.
Zusammenfassung Die Versuche zur Punktapplikation der N-Düngung beim Anbau von Biotopfkräutern sind noch nicht abgeschlossen, brachten aber bereits einige interessante Aspekte:
Dipl.-Ing. (FH) Thomas Jaksch
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