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Erarbeiten eines Testverfahrens für die Untersuchung der Wurzel- und Rhizomfestigkeit von TeichbahnenFür den Bereich Dachbegrünung konzipierte Abdichtungen können seit über 20 Jahren nach einer standardisierten, in der Fachwelt anerkannten Methode auf Wurzel- und Rhizomfestigkeit geprüft werden. Ein vergleichbares Verfahren zur Untersuchung von Teichabdichtungen ist derzeit nicht verfügbar.
Vorrangiges Ziel der Untersuchungen ist es, die Wurzel- und Rhizomaggressivität verschiedener aquatischer und terrestrischer Pflanzenarten zu prüfen. Der Wurzelraum der Pflanzen wird zu diesem Zweck mit einer relativ leicht durchdringbaren Bitumenbahn (ohne Zusatz eines wurzelhemmenden Biozids) sowie mit schwer durchdringbaren, als wurzel- und rhizomfest angesehenen Abdichtungsmaterialien umgeben (s. Tabelle).
Tabelle 1: Verwendete Pflanzenarten und Abdichtungsmaterialien
Im 6-monatigen Abstand werden von Wurzeln bzw. Rhizomen bewirkte Ein- und Durchdringungen bei den unterschiedlichen Abdichtungsmaterialien erfasst. Nach Ablauf von 2 Jahren (Juni 2005) werden die Ergebnisse in den zuständigen FLL-Arbeitskreis getragen, der die Kriterien für das Testverfahren (z.B. Dauer und Umfang der Prüfung, geeignete Pflanzenarten) festlegt.
Die bisherigen Ergebnisse des im Juni 2003 begonnenen Projekts weisen die Rhizome von Pleioblastus distichus und Phragmites australis als besonders aggressiv aus. So konnten bei diesen Pflanzenarten bereits nach 6 Monaten zahlreiche Durchdringungen der Bitumenbahn ohne wurzelhemmendes Biozid festgestellt werden. Nach 12 Monaten hatten die Rhizome von Phragmites australis auch die Synthesekautschuk-Bahn (EPDM) an mehreren Stellen perforiert.
Dipl.-Ing. (FH) Martin Jauch,
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