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Grüneinsaat in BaumschulenWasserversorgungsunternehmen und die Öffentlichkeit stellen immer wieder die Forderung auf, alle landwirtschaftlich / gartenbaulich genutzten Flächen möglichst ganzjährig zu begrünen, um den Stickstoffaustrag zu minimieren. Auch in Baumschulen wurde die Forderung vor allem in Alleebaum- produzierenden Betrieben schon frühzeitig erfüllt und bei Reihenabständen um 2 Meter und mehr wurde konsequent eine Rasen- bzw. Gründüngungseinsaat mit z.B. Senf / Ölrettich / Phacelia ausgeführt.
Versuchsbeschreibung
Die Aufschulung der Apfelunterlagen M 9 erfolgte in den praxisüblichen Reihenabständen von 1,1 Metern auf den Flächen der FGW. In der Reihe wurde der Abstand von 0,4 Meter eingehalten. Auf dem schweren Lehmboden erfolgte sofort nach der Aufschulung in den "Gassen" eine Graseinsaat. Die üblichen Versuchsraster wie Anzahl der Wiederholungen und die Verteilung wurden dabei eingehalten. In den Kontrollparzellen wurden die "Gassen" mit einem Grubber bzw. einer Fräse an einem Einachsschlepper nach Bedarf offen gehalten.
Ergebnisse
Bei den Parzellen mit Graseinsaat zeigte sich in allen Jahren ein bis zu 30 % geringeres Wachstum - vor allem in den nicht bewässerten Versuchsjahren. Erkennbar war dies vor allem an den einjährigen Ruten, da diese nicht in der üblichen Höhe (60 cm plus 5 Augen) angeschnitten werden konnten. Die ausreichende Stärke (mindestens bleistiftstark) fehlte hier. Auch die Seitenverzweigung in der Anzahl und vor allem die Triebstärken waren bei den Parzellen mit Raseneinsaat im dritten Kulturjahr und zur Rodung hin wesentlich schwächer.
Fazit
Eine Grüneinsaat wäre ökologisch sinnvoll, kann jedoch unter den derzeitigen Bedingungen - z.B. üblicher Reihenabstand in den deutschen Baumschulen, der notwendige Einsatz von Beregnungsanlagen und dem möglichen Maschineneinsatz - nicht empfohlen werden. Dipl.-Ing. (FH) Albrecht Sturm |
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