Pflanzenschutz 2
Pflanzenschutzprobleme: Hilfen zur Diagnose |
Im Bedarfsfall ist zur vorbeugenden Bekämpfung auch eine Tauchbehandlung mit einem Fungizid möglich, die Zulassungen sind hier jedoch sehr begrenzt. Unter dem Mikroskop aber auch unter der Lupe zeigt sich ein pinselartiger Aufbau, der dem Pilz auch den Namen Pinselschimmel eingebracht hat. Konkret entstehen die kettenförmig abgegebenen Konidien in Phialiden und das pinselartige Aussehen ist durch Zwischenglieder (Ramus, Metulae) bedingt. Penicillium ist nur die asexuelle Lebensform des Pilzes, als mögliche Hauptfruchtformen können die Gattungen Talaromyces und Eupenicillium genannt werden. Penicillium expansum, der Grünfäuleerreger an der Apfelfrucht, produziert übrigens ein hitzestabiles Mykotoxin (Patulin), dies bedingt eine Qualitätskontrolle der entstandenen Folgeprodukte, z.B. beim Apfelsaft. | Maulwurf Obgleich in der Praxis zur Unterscheidungshilfe Maulwurf/Wühlmaus mehrheitlich indirekte Hinweise (Gänge, Erdhaufen) herangezogen werden müssen kann es doch sein, dass der eigentliche Verursacher als Objekt vorliegt (Abbildung). Beim Betrachten der Erdhaufen fällt auf, dass die vom Maulwurf recht groß, rundlich und deutlich gleichmäßig aufgeworfen werden (Wühlmaus: eher unauffällig, flacher), auch werden die Haufen unmittelbar über dem Gang aufgetürmt (Wühlmaus: Aufschüttung seitlich vom Gangsystem). Beim Gangnetz des Maulwurfes ist in der Draufsicht eine deutliche linienartige Struktur zu erkennen, da die Haufen in der Verbindung den Gangverlauf widerspiegeln (Wühlmaus: Die Erdhaufen werden nach einem kurzen Stück seitlich von einem Hauptgang aufgeworfen, wirken somit unstrukturiert).
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| Nach dem Freilegen von einem Gang erkennt man den flachen, querovalen Charakter beim Maulwurfgang, auch können Wurzelreste in den Gang hineinragen (Wühlmaus: Gang mehr hochoval, Wurzelreste sind nicht zu finden). Die Ernährung des Maulwurfes ist im wesentlichen auf Regenwürmer beschränkt, daneben werden im Boden lebende Insekten und deren Larven vertilgt. Eine unmittelbare Pflanzenschädigung liegt also nicht vor. Der Maulwurf ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützt, darf somit ohne Ausnahmegenehmigung nicht gefangen oder getötet werden. | Und dann hätten wir da noch...
| | Wissenschaftlich belegt wurde jetzt die herbizide Wirkung von Essig. Unkräuter, die mit einer 5-10%igen Essiglösung besprüht wurden starben innerhalb von 14 Tagen ab. Praktische Versuche in einem Maisfeld zeigten gute Erfolge. Die Wirkung von Essig ist in Hobbykreisen durchaus bekannt, eine wissenschaftliche Bestätigung stand bisher jedoch aus.
Thomas Lohrer
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