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Blickpunkt 1

Literaturrecherche im Internet

Sowohl bei der Recherche nach fachlichen Zeitschriftenaufsätzen als auch der Suche nach Fachliteratur können im Internet angebotene Dienste sinnvoll genutzt werden. Fachbücher können beispielsweise recht gut über das Angebot eines Internetbuchhändlers recherchiert werden und sind im Bedarfsfall natürlich auch gleich bestellbar. Der suchende Gang entlang der Bücherregale entfällt, nach der Eingabe eines Schlagwortes werden die gelisteten Bücher näher genannt (alle bibliografischen Angaben, kurze Inhaltsangabe, je nach Fall auch nähere Einzelvorstellung bzw. mit Hinweisen von Lesern). Mögliche Buchanbieter im Netz sich http://www.amazon.de, http://www.bol.de, http://www.buchhandel.de oder auch http://www.kno.de. Für antiquarische Bücher gibt es eigene Anbieter, hier kann z.B. unter http://www.zvab.com gesucht werden. Zusätzlich zur Volltextsuche in den bibliografischen Angaben gibt es auch themenbezogene Zusammenstellungen, sodass vergleichbar einem Verzeichnis inhaltsverwandte Bücher gemeinsam vorgestellt werden (z.B. zu den Themen Genetik oder Ökologie). Eine Übersicht und Vorstellung von über 85 deutschsprachigen Pflanzenschutzbüchern bietet beispielsweise auch die FH Weihenstephan an. (http://www.fh-weihenstephan.de)

In Bibliotheken kann häufig online über den OPAC nach beispielsweise Titel, Verfasser, Erscheinungsjahr oder anderen Kriterien recherchiert werden. Wer einen gültigen Benutzerausweis von der Bibliothek besitzt - und die Bibliothek den Service anbietet - kann nach der Eingabe von Benutzernummer und einem Kennwort auch an der online-Fernleihe teilnehmen. Das so bestellte Buch wird dann als Fernleihe an die benannte Bibliothek ausgeliefert und der Leser holt sich hier das bestellte Buch ab (Vorab-Benachrichtigung häufig per E-Mail). Insbesondere im Hochschulbereich wird diese Art der Bestellung häufig genutzt.

Eine Recherche von Zeitschriften-Artikeln lässt sich gut in den Datenbanken der Dokumentenlieferdienste (Document Delivery-Dienste) durchführen. Die dort nachgewiesenen Artikel können hier im Bedarfsfall auch gegen Entgelt bestellt werden, die Recherche selbst ist aber kostenlos. Bekannte Anbieter in diesem Bereich sind insbesondere Subito (http://www.subito-doc.de) oder auch Infotrieve (http://www.infotrieve.de). Die Lieferung der Texte erfolgt, sofern bestellt worden ist, wahlweise per Post, Fax oder auch als Mail, je nach Anbieter ist auch eine Expressbearbeitung (Zuschlaggebühren) innerhalb eines Tages oder noch am gleichen Tag möglich. Je nach Benutzergruppe werden anbieterabhängig andere Gebühren in Rechnung gestellt, vor einer übereilten Sammelbestellung sollten somit zur eigenen Absicherung immer die mit einer Bestellung verbundenen Kosten beachtet werden.

Subito: Ein möglicher online-Dokumentenlieferdienst (Screenshot)

Eine Reihe von Zeitschriften sind auch mit einer eigenen Seite im Netz vertreten, dort sind je nach Anbieter bestimmte Jahrgänge (oder nur Artikel oder auch alles) kostenlos einsehbar oder aber es können direkt kostenpflichtig gewünschte Artikel bestellt werden. Eine Übersicht zu rund 13.000 wissenschaftlichen Zeitschriften findet sich unter http://rzblx1.uni-regensburg.de/ezeit/ezb.phtml?bibid=TUM.

Zeitschriftenartikel können auch in größeren Einzel-Datenbanken (also ohne Bestellmöglichkeit) recherchiert werden: Diese sind je nach Anbieter grundsätzlich kostenpflichtig (z.B. BIOSIS) oder auch kostenlos, z.B. ELFIS (agrarwissenschaftliche Literaturdatenbank) und die Phytomed-Datenbank der BBA (Pflanzenschutzliteratur). Ist der Autor bzw. dessen E-Mail-Adresse bekannt kann im Einzelfall sicherlich auch um Übersendung einer Kopie angefragt werden, im wissenschaftlichen Bereich ist dieses Verfahren durchaus üblich.

Thomas Lohrer