![]() |
![]() Blickpunkt 1 |
| Login | Kontakt | Impressum | | |
BlickpunkteDie Begehrtheit von Pfeffer und Zimt - Ursache der ersten Globalisierungswelle
Pfeffer (Piper nigrum) ist eine verzweigt rankende Pflanze, die aus Südindien stammt. Stecklinge werden an Stützbäumen hochgeleitet und bilden jährlich Früchte. Die von unscheinbaren Blüten gebildeten Früchte werden grünreif geerntet und in der Sonnen getrocknet. Dieses Produkt stellt den schwarzen Pfeffer dar. Den weißen Pfeffer erhält man, wenn rote reife Pfefferfrüchte in Säcken im Wasser fermentiert werden und dann nach der Zersetzung des roten Fruchtfleisches in fließendem Wasser gewaschen und in der Sonne getrocknet werden. Traditionell wird grüner Pfeffer hergestellt indem grüne Früchte in Salzwasser oder Essig mariniert werden. Die Früchte des südamerikanischen Pfefferbaumes, Schinus terebinthifolius, sind als rosa Pfeffer bekannt. Der Zimtbaum (Cinnamomum ceylanicum) stammt aus Sri Lanka, dem früheren Ceylon. Büschel von Schößlingen lässt man ca. 2 m lang wachsen und schneidet sie nahe dem Boden ab. Die Rinde wird von den Trieben geschält, unter Matten ein paar Tage fermentiert und dann außen und innen geschabt, um Unreinheiten zu entfernen. Beim Trocknen rollt sich die Rinde ein. Die bekannten Zimtstangen erhält man, indem mehrere getrocknete Rindenstücke ineinander gesteckt werden. Pfeffer wie Zimt werden häufig in gemahlenem Zustand angeboten. In der modernen Lebensmitteltechnologie verwendet man häufig auch Extrakte von Ätherischen Ölen, um sie in der Herstellung von Fertigprodukten besser dosieren zu können und um körnige Rückstände zu vermeiden.
|
|