Wühlmäuse, bekanntestes Beispiel ist hier die Große Wühlmaus (Arvicola terrestris), müssen als Schädling nicht mehr neu vorgestellt werden. Sie zählen zur Ordnung der Nagetiere und sind grundsätzlich als reine Pflanzenfresser (Wurzeln, Rhizome, Knollen und Zwiebeln) entsprechend pflanzenschädigend. Nur sehr selten nehmen Sie auch tierische Nahrung auf (kleine Insekten und Würmer). Größere Schäden entstehen insbesondere im Grünlandbereich (Zerstörung der Grasnarbe durch die Wühltätigkeit) und in Obstanlagen bzw. bei Gehölzen, wo durch das Benagen an den Wurzeln besonders junge Apfelbäume auf schwach wachsenden Unterlagen stark gefährdet sind (die Ausfälle können bei frisch gepflanzten Anlagen im Obstbau durchaus 50% und mehr betragen).
Der konkrete Schaden tritt beim Obst im Winter auf, er äußert sich aber erst im Frühjahr durch einen schwachen Austrieb und Welkeerscheinungen; die Bäume lassen sich bei Überprüfung dann leicht aus dem Boden ziehen. Bei den betroffenen Wurzel erkennt man stets die paarigen Nagespuren. Unter den aktiven Bekämpfungsmaßnahmen ist der Einsatz von Fallen, die Anwendung von Giftködermethoden sowie eine Begasung anzuführen. Der Einsatz von Fallen stellt die sicherste und zudem auch umwelt- und anwenderfreundlichste Methode dar. Auch ist der Fangerfolg - im Gegensatz zu den anderen Methoden - direkt ersichtlich.
Und dann hätten wir da noch...
Ökologen in Australien glauben, dass wenn sich die Raupen des Bogong-Falters (Agrotis infusa) über die mit arsenhaltigen Pflanzenschutzmitteln behandelten landwirtschaftlichen Felder hermachen es sich auch in die Falter ablagert. Bedingt durch deren Massenabwanderung im Sommer - sie halten einen "Sommerschlaf" in den kühleren Bergregionen - kommt es zu einer biologischen Verlagerung des Schwermetalls in die alpinen Bergregionen. Ein Großteil der Tiere stirbt in den Höhlen ab, wird mit dem Wasser ins Freie geschwemmt und als Folge der Arsenbelastung stirbt die Vegetation im näheren Umfeld ab.
© Thomas Lohrer , Institut für Botanik und Pflanzenschutz